Bülent Arınç mit 'İmamoğlu'-Aussage, die Erdoğan verärgern dürfte
Bülent Arınç, einer der Gründer der AKP und ehemaliger Parlamentspräsident, äußerte sich bemerkenswert zur Untersuchungshaft des CHP-Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu.
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Der CHP-Präsidentschaftskandidat und Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, befindet sich seit dem 23. März im Gefängnis von Silivri in Untersuchungshaft.
Während in jüngster Zeit aus dem Lager der MHP, dem Partner der Volksallianz (Cumhur İttifakı), Signale für eine Verhandlung ohne Untersuchungshaft kamen, äußerte sich nun auch Bülent Arınç, einer der Gründungsmitglieder der AKP, in ähnlicher Weise.
Arınç, der immer wieder durch seine Kritik an der AKP für Schlagzeilen sorgt, machte aufsehenerregende Aussagen zu den Ermittlungen gegen CHP-geführte Kommunalverwaltungen.
Im Gespräch mit Ekol TV erklärte Arınç, dass Ekrem İmamoğlu in Freiheit verhandelt werden sollte.
Arınç betonte, dass er İmamoğlu aufgrund möglicher Missverständnisse nicht besuchen werde: "Ich werde Ekrem İmamoğlu inmitten dieses ganzen Lärms nicht aufsuchen; ein Besuch würde falsch verstanden werden", sagte er.
Arınç unterstrich sein Vertrauen in die Gerichtsentscheidungen und fügte hinzu: "Bei einem ordnungsgemäßen Verfahren wird eine gerechte Entscheidung getroffen werden."
Arınç betonte, dass die Untersuchungshaft von İmamoğlu mit der Begründung einer möglichen Fluchtgefahr nicht korrekt sei, und erklärte:
“Lasst ihn doch in Freiheit verhandeln, mein Bruder. Sie würden fliehen... Lasst sie doch fliehen, wenn es sein muss. Sie können gar nicht fliehen, man kennt sogar ihre Schuhgröße. Wer flieht, verliert ohnehin seine gesamte Glaubwürdigkeit.”