Datum für das große Marmara-Erdbeben genannt! 'Es gibt eine Verzögerung von 200 Jahren'
Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2 vor der Küste von Silivri nannte der japanische Erdbebenexperte Yoshinori Moriwaki ein Datum für das erwartete große Beben im Marmarameer. Hier sind die Details...
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Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2, das sich gestern in Istanbul ereignete, bewertete der japanische Erdbebenexperte Yoshinori Moriwaki die seismischen Risiken in der Marmara-Region.
Moriwaki gab eine bemerkenswerte Warnung ab: „Es besteht eine 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sich innerhalb der nächsten 30 Jahre ein großes Erdbeben im Marmara-Meer ereignet.“
Moriwaki erklärte, dass das Epizentrum des Bebens vor Silivri im zentralen Marmara-Graben lag. Er wies darauf hin, dass in den kommenden Tagen weiterhin Nachbeben auftreten könnten, und sagte: „Besonders in der kommenden Woche ist Vorsicht geboten, in diesem Zeitraum kann es zu Nachbeben kommen.“
200 JAHRE ERDBEBEN-VERZÖGERUNG
Moriwaki betonte, dass auch am südlichen Arm des Marmara-Meeres ein ernstes Risiko bestehe, und erklärte: „Auf der Linie Düzce, Bursa, Balıkesir und Çanakkale gibt es eine Erdbeben-Verzögerung von etwa 200 Jahren. Das bedeutet, dass das Erdbebenrisiko in diesen Regionen hoch ist.“
WARNUNG VOR TSUNAMI-RISIKO
Moriwaki lenkte die Aufmerksamkeit auf den nördlichen Arm des Marmara-Meeres und bezeichnete insbesondere die Linie von Gebze bis zur zentralen Marmara-Verwerfung als gefährlich.
Moriwaki sagte: „Das Erdbeben in Silivri wurde in Gebieten mit weichem Boden wie Avcılar und Büyükçekmece heftiger gespürt. Da der Boden in diesen Regionen schwach ist, ist die Gebäudesicherheit von entscheidender Bedeutung. Zudem besteht im Marmara-Meer ein Tsunami-Risiko. Yeşilköy, Avcılar und Büyükçekmece sind auch in dieser Hinsicht kritische Gebiete.“
AUFRUF ZU DRINGENDEN MASSNAHMEN
Moriwaki äußerte auch eindringliche Warnungen zum Gebäudebestand in der Türkei und erklärte, dass ein Großteil der bestehenden Gebäude unkontrolliert sei. Er fuhr fort:
„50 Prozent der Gebäude in der Türkei sind illegal und unkontrolliert. Der Staat und die Kommunen müssen in dieser Angelegenheit dringend handeln. Insbesondere in Regionen mit schwacher Bodenbeschaffenheit müssen Verstärkungsarbeiten durchgeführt werden.“