Die Parteitagskrise wächst, alle Augen in der CHP richten sich auf den 15. September: Könnte Kılıçdaroğlu zurückkehren? Hier sind die möglichen Szenarien...
Nach der Annullierung des CHP-Provinzkongresses in Istanbul richten sich nun alle Augen auf die Gerichtsverhandlung am 15. September. Das Urteil in dem Verfahren, das aufgrund von Manipulationsvorwürfen bezüglich des 38. ordentlichen Parteitags der CHP eingeleitet wurde, ist für die Zukunft der Partei von entscheidender Bedeutung. Sollte das Gericht auf „absolute Nichtigkeit“ entscheiden, müsste die derzeitige Führung zurücktreten, und die alte Führung unter dem Vorsitz von Kemal Kılıçdaroğlu sowie der Parteirat würden wieder ins Amt zurückkehren. In diesem Fall müsste Kılıçdaroğlu die Partei innerhalb von spätestens 1,5 Jahren erneut zu einem Parteitag führen.
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Nach der Annullierung des Istanbuler Provinzkongresses der CHP und der Ernennung von Gürsel Tekin zum Treuhänder richten sich die Blicke nun auf das Verfahren zum 38. Ordentlichen Parteitag.
Die Verhandlung vor dem 42. Zivilgericht erster Instanz in Ankara findet am 15. September statt.
KÖNNTE KILIÇDAROĞLU ZURÜCKKEHREN?
Dem Bericht von Sözcü zufolge würde das Gericht bei einer Entscheidung auf „absolute Nichtigkeit“ den derzeitigen Parteivorsitzenden Özgür Özel und seine Führung absetzen.
In diesem Fall würde die Parteiführung auf das vorherige Team unter dem Vorsitz von Kemal Kılıçdaroğlu und den Parteirat (PM) übergehen.
PROZESS KANN MINDESTENS 90 TAGE DAUERN
Sollte das Team um Kılıçdaroğlu wieder die Amtsgeschäfte übernehmen, müsste es die Partei erneut zu einem Parteitag führen.
Es wird erwartet, dass der Prozess nach der Gerichtsentscheidung mindestens 90 Tage und maximal 1,5 Jahre in Anspruch nehmen könnte.
EINSPRUCH DER PARTEIFÜHRUNG
Die derzeitige Führung argumentiert hingegen, dass das Gericht nicht die Befugnis habe, eine solche Entscheidung zu treffen. Diese Debatten innerhalb der CHP haben sich in den Tagen um den 102. Jahrestag der Parteigründung am 9. September 1923 weiter verschärft.
AUCH AUSSERORDENTLICHER PARTEITAG AUF DER AGENDA
Auch die Annullierung des 21. Außerordentlichen Parteitags, auf dem Özgür Özel erneut zum Parteivorsitzenden gewählt wurde, wurde gefordert.
Die Kläger behaupten, dass beim 38. Ordentlichen Parteitag der „Wille der Delegierten beeinträchtigt“ worden sei, und fordern eine erneute Prüfung des Prozesses.