Diyanet setzt Atatürk-Tradition auch in diesem Jahr fort: Hält die Mentalität von Ali Erbaş an?
Während am 10. November der Gründer der Republik, Gazi Mustafa Kemal Atatürk, im ganzen Land respektvoll gewürdigt wurde, brach das Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet) auch in diesem Jahr nicht mit seiner Tradition und erwähnte Atatürk in der Freitagspredigt nicht.
Wie jedes Jahr wird auch in diesem Jahr der Gründer der Republik, Gazi Mustafa Kemal Atatürk, im ganzen Land mit Dankbarkeit gewürdigt.
Doch das von Atatürk gegründete Präsidium für Religionsangelegenheiten setzte auch in der Freitagspredigt vom 10. November 2023 die Tradition fort, Gazi Mustafa Kemal nicht zu erwähnen. Wie in den vergangenen Jahren gab es keinerlei Bezugnahme oder Gedenken an Atatürk.
Dass die Diyanet an nationalen Feiertagen und an Atatürks Gedenktagen in ihren Freitagspredigten keinen Platz für Atatürk einräumt, ist seit Jahren ein Punkt, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zieht.
Diese Haltung setzte sich auch während der Amtszeit von Ali Erbaş fort, der von 2017 bis 2025 Präsident für Religionsangelegenheiten war, was die Kritik an der Institution verstärkte. In diesen Jahren kam die Diyanet ihren traditionellen Aufgaben, wie etwa der Erwähnung von Atatürks Namen oder der Organisation von Besuchen im Anıtkabir, nicht nach.
Nachdem der neue Präsident für Religionsangelegenheiten, Safi Arpaguş, im Oktober sein Amt angetreten hatte, war die Hoffnung auf einen Wandel innerhalb der Institution aufgekommen.
Arpaguş hatte unmittelbar nach Amtsantritt ein Atatürk-Foto in seinem Büro aufgehängt, was in der Öffentlichkeit als Zeichen dafür gedeutet wurde, dass sich die Haltung der Diyanet gegenüber Atatürk ändern könnte.