Eilmeldung... Bis zu 30 Jahre Haft gefordert: Urteil im Fall der Managerin Ayşe Barım!
Die Managerin Ayşe Barım, die im Rahmen der Gezi-Park-Ermittlungen inhaftiert war, erschien zum zweiten Mal vor Gericht. Es wird eine Haftstrafe von bis zu 30 Jahren für Barım gefordert. An der Verhandlung, die um 11.00 Uhr begann, nahmen zahlreiche prominente Persönlichkeiten als Zeugen teil. Es wurde entschieden, Barım unter Auflagen wie einem Ausreiseverbot und Hausarrest aus der Haft zu entlassen. Der nächste Verhandlungstermin wurde auf den 11. Februar 2026 vertagt.
12punto
Die Managerin Ayşe Barım, die wegen des Vorwurfs der Monopolbildung in der Schauspielbranche festgenommen und im Rahmen der Jahre später wieder aufgenommenen Gezi-Park-Ermittlungen wegen des Vorwurfs des „Umsturzes der Regierung der Republik Türkei“ inhaftiert wurde, erschien zum zweiten Mal vor Gericht.
In der Verhandlung, die im Rahmen des Verfahrens um 11.00 Uhr begann, wurden zahlreiche prominente Namen als Zeugen angehört.
Die Schauspielerin Ceyda Düvenci sagte vor Gericht aus: „Ich habe drei Tage lang am Gezi-Park teilgenommen. Emine Ayşe Barım hat mich nicht beeinflusst. Ich habe aus eigenem Antrieb teilgenommen. Wir arbeiten seit 23 Jahren zusammen. Ich habe Emine Ayşe Barım nicht im Gezi-Park gesehen. Es gab auch niemals eine Einflussnahme über soziale Medien. Wenn es ein umfassendes Gespräch mit der Presse gibt, ist die Managerin dabei. Bei privaten Treffen ist sie nicht dabei. Als es in Ankara ein Treffen von Schauspielern mit Recep Tayyip Erdoğan gab, rief mich mein Künstlerkollege Yavuz Bingöl an, so bin ich dorthin gegangen. Ich habe nicht ausgesagt, um Ayşe Barım zu schützen. Ich habe während der Ermittlungsphase genau das geschildert, was der Fall war. Ich habe nicht versucht, sie zu schützen, sondern ihre Persönlichkeit beschrieben.“
RIZA KOCAOĞLU: „ICH GING AUS FREIEM WILLEN ZUM GEZI-PARK“
Der als Zeuge geladene Schauspieler Rıza Kocaoğlu erklärte ebenfalls, dass es keine Einflussnahme durch Barım gegeben habe:
„Ich habe nicht an den Ereignissen teilgenommen, ich bin zum Gezi-Park gegangen. Ich bin aus freiem Willen dorthin gegangen. Ich habe Ayşe Barım einmal gesehen. Ich war zuerst dort, ich habe Ayşe Barım dort gesehen, wie ich jeden anderen auch gesehen habe. Es gab keine Aufforderung von ihr, etwas in den sozialen Medien zu teilen. Ich habe mein Haus verlassen und bin hingegangen.“
NEJAT İŞLER: BARIM HAT KEINE BEEINFLUSSUNG VORGENOMMEN
Der Schauspieler Nejat İşler erklärte, er kenne Barım sehr gut und äußerte sich wie folgt:
„Ich kenne Ayşe Barım sehr gut. Ich bin zufällig zum Gezi-Park gegangen. Ich lebte in Bodrum und war für ein geschäftliches Treffen in Istanbul; als ich schon einmal da war, habe ich vorbeigeschaut. Wir arbeiten seit über 20 Jahren zusammen. Ich bin Mitglied der Revolutionären Arbeitergewerkschaft (DİSK), normalerweise bin ich im Gezi-Park direkt zu deren Zelt gegangen.“
Auf die Fragen der Anwälte antwortete İşler: „Ayşe Barım hat mich nicht beeinflusst. Ich würde es als Beleidigung meiner Person empfinden, wenn mich jemand beeinflussen würde; das Höchste, was Ayşe tut, wenn wir zusammen essen, ist darauf zu bestehen, die Rechnung zu bezahlen.“
DOLUNAY SOYSERT: „AYŞE BARIM IST APOLITISCH“
Die Schauspielerin Dolunay Soysert betonte ebenfalls, dass Barım keine politische Persönlichkeit habe und sagte: „Ayşe Barım ist definitiv apolitisch.“
HALİT ERGENÇ: „ICH WEISS NICHT, WER DIE ERKLÄRUNG VORBEREITET HAT“
Der Schauspieler Halit Ergenç äußerte sich wie folgt:
„Ayşe Barım hat mich nicht beeinflusst. Ich habe selbst teilgenommen, ich war vielleicht drei oder vier Tage dort. Ich habe sie dort gesehen, wir sind uns begegnet, aber ich weiß nicht, ob sie vor oder nach mir kam. Wir arbeiten seit 23-24 Jahren zusammen. Außerhalb der geschäftlichen Beziehung gab es niemals eine solche Einflussnahme.“
Auf die Frage des Gerichtsvorsitzenden, wer die Erklärung vorbereitet habe, antwortete er: „Ich habe mir den Text dort angesehen und ihn gelesen, weil er meiner Meinung entsprach. Ich weiß nicht, wer ihn vorbereitet hat.“
MEHMET GÜNSÜR: „MEINE TEILNAHME WAR GANZ ALLEIN MEINE EIGENE ENTSCHEIDUNG“
Der bei der Verhandlung aussagende Mehmet Günsür erklärte ebenfalls, dass er aus eigenem Wunsch an den Gezi-Park-Protesten teilgenommen habe:
„Ayşe Barım hat mich weder dazu beeinflusst, zum Gezi-Park zu gehen, noch dazu, wie ich mich dort verhalten soll. Die Beiträge auf meinem Social-Media-Account mache ich selbst, Ayşe Barım macht das nicht.“
ANZEIGENDE PERSON HAT VORSTRAFEN WEGEN BETRUGS
Sedat Gül, der Ayşe Barım angezeigt hatte, sagte: „Ich habe meine Meinung als Bürger geschrieben, weil ich es in den sozialen Medien so oft gesehen habe.“ Es stellte sich heraus, dass Gül Vorstrafen wegen „Urkundenfälschung und Betrugs“ hat.