Einst viel diskutiert: Mavi-Marmara-Schiff wird zwangsversteigert

Die Mavi Marmara, die bei einer Hilfsmission für den Gazastreifen von israelischen Kommandos angegriffen wurde, steht nun zur Zwangsversteigerung. Die Auktion für das unter der Flagge der Komoren fahrende Schiff findet am 6. April statt.

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Die Mavi Marmara, die im Mai 2010 von Antalya aus auf dem Weg war, um Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen, als sie von israelischen Kommandos angegriffen wurde und weltweit für Schlagzeilen sorgte, steht nun zur Zwangsversteigerung.

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Das unter der Flagge der Komoren fahrende und als "Anatolia" bekannte Schiff wird in dem Hafen im Bezirk Ünye in der Provinz Ordu zum Verkauf angeboten. Der Schätzwert des Schiffes, das zwangsversteigert werden soll, wurde auf 47 Millionen 500 Tausend Lira festgesetzt.

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Die erste Auktion findet am 6. April statt, die zweite Auktion folgt am 15. Mai.

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EIN SYMBOL EINER ÄRA

Der Bau der Mavi Marmara begann 1989 in Istanbul; 1994 wurde sie von der türkischen Schifffahrtsgesellschaft (Türkiye Denizcilik İşletmeleri) in Dienst gestellt. Das Schiff, das zunächst für Fahrten zur Insel Avşa genutzt wurde, ging 2005 an die Stadtverwaltung von Istanbul (İDO) über.

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10 MENSCHEN KAMEN UMS LEBEN

Nach dem tragischen Vorfall im Jahr 2010 wurde das Schiff an die Hilfsorganisation IHH verkauft und im Rahmen der Kampagne "Unsere Route ist Palästina, unsere Fracht ist humanitäre Hilfe" für Hilfslieferungen in den Gazastreifen eingesetzt. Am 27. Mai 2010 wurde es jedoch in internationalen Gewässern von Israel angegriffen, wobei 10 Menschen ihr Leben verloren.

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Nach dem Vorfall wurde das Schiff in den israelischen Hafen Aschdod geschleppt und blieb unter dem Namen "Mavi Marmara" im Gedächtnis. Im Jahr 2019 wurde das Schiff unter der Flagge der Komoren registriert, 2021 bei einer Auktion an ein Unternehmen verkauft und nach einem umfassenden Umbau in ein Ro-Ro-Frachtschiff verwandelt.

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Die Anatolia ist derzeit 93 Meter lang, 15,80 Meter breit und hat eine Kapazität von 1.080 Personen; sie liegt seit Jahren in türkischen Häfen vor Anker.