Er war mit gefälschtem Diplom als Imam tätig und verteidigte sich so! 'Warum wird dieser Fall nicht geschlossen'
Die dreiste Verteidigung und der Betrug von Yavuz Koç, der jahrelang mit einem gefälschten Diplom als Imam arbeitete und Gehalt vom Staat bezog, wurden aufgedeckt. Es stellte sich heraus, dass Koç, der zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, sein Diplom notariell beglaubigen ließ und dem Staat einen Schaden in Millionenhöhe zufügte.
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Yavuz Koç arbeitete jahrelang mit einem gefälschten Diplom als Imam und bezog Gehalt vom Staat. Als jedoch das Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet) die Fälschung bemerkte, geriet Koç in große Schwierigkeiten. Eine Überprüfung durch das Bildungsministerium ergab, dass das Diplom nicht von der Direktion der Beruflichen Abendschule ausgestellt worden war und sogar auf den Namen eines anderen Schülers lautete.
Aufgrund dieses Verdachts wandte sich das Präsidium für Religionsangelegenheiten an das Bildungsministerium, um die Echtheit des Diploms zu bestätigen. Die Untersuchung ergab, dass das Diplom niemals ausgestellt wurde. Koç ließ sein gefälschtes Diplom nicht nur beim Bildungsministerium, sondern auch beim 15. Notariat von Üsküdar beglaubigen. Mit diesem beglaubigten gefälschten Dokument schrieb er sich an der Fakultät für Fernstudien der Anadolu-Universität in Eskişehir ein und bewarb sich anschließend beim Mufti-Amt von Diyarbakır.
„WARUM WIRD DIESER FALL NICHT GESCHLOSSEN?“
Seine dreiste Verteidigung vor Gericht sorgte für Aufsehen. In seiner aus dem Ausland übermittelten Aussage erklärte Yavuz Koç: „Ich habe einen Koran-Auswendiglernkurs besucht und dachte, das Diplom sei echt. Ich habe an der Fakultät für Fernstudien und an den KPSS-Prüfungen teilgenommen, ohne Probleme zu haben. Ich habe es auch notariell beglaubigen lassen. Ich bin kein Betrüger. Ich verstehe nicht, warum dieser Fall immer noch nicht geschlossen wird.“
Koç verteidigte sich mit der Behauptung, dass das Gerichtsverfahren durch die Anzeige seiner Ex-Frau eingeleitet worden sei, von der er zum Zeitpunkt der Tat bereits geschieden war.
SCHADEN FÜR DEN STAAT
Das Gericht stellte fest, dass Koç das gefälschte Diplom nutzte, um als Imam zu arbeiten, und zwischen 2015 und 2017 zwei Jahre lang Gehalt bezog. Das Gericht betonte, dass dem Staat in diesem Zeitraum ein erheblicher Schaden entstanden sei, und verurteilte Koç wegen fortgesetzten Betrugs. Obwohl er auch wegen Urkundenfälschung angeklagt war, entschied das Gericht auf Freispruch in diesem Punkt, da die Straftat verjährt sei.
Wegen des Schadens, den er dem Staat durch die Verwendung des gefälschten Diploms zugefügt hat, verurteilte das Gericht Koç zu einer Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren. Zudem wurde er zu einer Geldstrafe von 96.360 Lira verurteilt. Unter Anwendung eines Strafnachlasses wegen guter Führung reduzierte das Gericht die Haftstrafe auf 2 Jahre und 6 Monate. Die Geldstrafe von Koç wurde in 12 Raten aufgeteilt.