Erdbeben- und Tsunami-Warnung für diese Region: Wir haben eine halbe Stunde Zeit
Prof. Dr. Hasan Sözbilir erklärte, dass die seismische Aktivität in der Ägäis anhält, und warnte vor einem möglichen Tsunami. Zudem betonte er, dass Izmir nicht nur von Erdbeben und Tsunamis, sondern auch von einem Risiko für Vulkanausbrüche bedroht ist.
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Während die seismische Aktivität in der Ägäis, die seit dem 28. Januar anhält, allmählich abnimmt, treffen weiterhin wichtige Warnungen von Experten ein.
Prof. Dr. Hasan Sözbilir, Direktor des Forschungs- und Anwendungszentrums für Erdbeben an der Dokuz Eylül Universität (DEÜ), äußerte sich auf dem von der Stadtverwaltung Izmir in der historischen Gasfabrik organisierten Katastrophenkoordinations-Workshop zu den Themen Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche.
Sözbilir erklärte, dass Izmir nicht nur durch Erdbeben und Tsunamis gefährdet sei: „Alle weltweit auftretenden Naturkatastrophen können in bestimmten Zeiträumen auch Izmir betreffen. In jüngster Zeit ist das Risiko vulkanischer Eruptionen zu einer bedeutenden Bedrohung geworden. Daher sollten Vulkanausbrüche in den Katastrophenrisikominderungsplan der Provinz Izmir aufgenommen und entsprechende Vorbereitungen getroffen werden.“
AKTIVITÄT AUF SANTORINI
Prof. Dr. Sözbilir wies darauf hin, dass sich die Erdbeben in der Ägäis nördlich der Insel Santorin konzentrieren, und machte auf die vulkanische Aktivität in der Region aufmerksam:
„In dieser Region gab es in der Vergangenheit fünf bis sechs vulkanische Eruptionen. Auf jede vulkanische Aktivität folgten zunächst Erdbeben, dann ein Tsunami und schließlich ein neuer Vulkanausbruch. Dies geschieht, weil die afrikanische Platte unter die anatolische Platte abtaucht. Solange dieser Prozess andauert, wird die Region über Jahrtausende hinweg weiterhin von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis betroffen sein.“
Sözbilir erinnerte daran, dass der große Ausbruch auf Santorin im Jahr 1600 v. Chr. ein Erdbeben der Stärke 6 auslöste. Er erklärte, dass bei einer Wiederholung eines solchen Ereignisses große Mengen an Asche und Gas in die Atmosphäre gelangen würden, was zu Luftverschmutzung, Schäden an landwirtschaftlichen Flächen und verschiedenen Umweltproblemen führen könnte.
EINE HALBE STUNDE VOR DEM TSUNAMI
Sözbilir betonte die Notwendigkeit, auf einen möglichen Tsunami an den ägäischen Küsten vorbereitet zu sein, und gab folgende Warnung aus:
„Ein Tsunami tritt nicht unmittelbar nach dem Erdbeben auf, da die Wellen eine gewisse Zeit benötigen, um die Küste zu erreichen. Ein in der Ägäis entstehender Tsunami könnte die Küsten in etwa einer halben Stunde erreichen. Deshalb ist es lebenswichtig, dass die Bürger in den Küstenregionen wissen, was zu tun ist. Die wichtigste Regel lautet: Entfernen Sie sich bei einem Tsunami von der Küste und suchen Sie höher gelegene Gebiete auf.“