Erste Stellungnahme der DEM-Partei nach dem Bericht über die '13-Punkte-Forderungsliste'! Was wurde bei dem Treffen mit Erdoğan besprochen?
Die DEM-Partei, die nach 13 Jahren erstmals wieder Kontakt zum AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan aufgenommen hat, reagierte auf die Berichte über eine '13-Punkte-Forderungsliste'.
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Die İmralı-Delegation der DEM-Partei, bestehend aus Sırrı Süreyya Önder und Pervin Buldan, besuchte am 10. April den Präsidentenpalast, um mit dem AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan über den neuen Lösungsprozess zu sprechen.
Es wurde berichtet, dass die DEM-Partei, die nach 13 Jahren erstmals wieder Kontakt zu Erdoğan aufnahm, bei dem Treffen 13 Forderungen gestellt habe.
Dem Bericht von Başak Kaya von Sözcü zufolge stellte die DEM-Partei bei dem Treffen folgende Forderungen:
1. Die Isolation von Öcalan soll aufgehoben werden. Die Kommunikationsfreiheit soll garantiert werden.
2. Es soll ein spezielles Gesetz für den Entwaffnungsprozess der PKK verabschiedet werden.
3. Das Prinzip der gleichen und freien Bürgerschaft soll gesetzlich verankert werden.
4. Ein Gesetzesentwurf für demokratischen Wandel und Frieden soll vorbereitet werden.
5. Kranke Häftlinge sollen freigelassen werden.
6. Für den Friedensprozess soll eine Kommission mit besonderen Befugnissen im Parlament eingerichtet werden.
7. Der Parlamentspräsident soll sich mit allen politischen Parteien treffen, um einen Konsenstext zu erarbeiten.
8. Die Praxis der Zwangsverwaltung in Kommunen soll beendet werden.
9. Inhaftierte Bürgermeister sollen freigelassen, ohne Haftbefehl vor Gericht gestellt und in ihre Ämter wiedereingesetzt werden.
10. Gesetzesentwürfe zum Recht auf Hoffnung sollen auf die Tagesordnung gesetzt werden.
11. Hindernisse für die Vereinigungsfreiheit sollen beseitigt werden.
12. Das geltende Anti-Terror-Gesetz soll geändert werden.
13. Die Urteile des EGMR und des Verfassungsgerichts müssen unbedingt umgesetzt werden.
Der besagte Bericht sorgte für großes Aufsehen. Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, äußerte sich dazu auf ihrem Social-Media-Account.
"DEM STAATSPRÄSIDENTEN ERDOĞAN WURDE KEINE FORDERUNGSLISTE ÜBERREICHT"
Doğan teilte in ihrem Beitrag mit dem Titel „Notwendige Klarstellung“ mit, dass Erdoğan keine Liste mit Forderungen vorgelegt wurde.
Die Erklärung von Doğan lautet wie folgt:
"Die İmralı-Delegation der DEM-Partei hat mit Staatspräsident Erdoğan erörtert, wie der Prozess voranschreiten und sich entwickeln wird. Nach dem Treffen wurde eine schriftliche Erklärung zu dem Thema abgegeben.
Dennoch: Die Punkte, die in einigen Nachrichten als '13-Punkte-Forderungsliste' präsentiert werden, sind Forderungen, die die DEM-Partei bereits in verschiedenen Medien öffentlich gemacht hat. Dem Staatspräsidenten Erdoğan wurde keine Forderungsliste überreicht.
Es ist nicht korrekt, die seit Monaten in der Öffentlichkeit diskutierten Themen und Tagesordnungspunkte einfach untereinander aufzulisten und dies als eine von unserer Delegation vorgelegte 'Forderungsliste' zu verbreiten."