Erstes Geständnis zur Brandkatastrophe in Bolu mit 78 Todesopfern: Aus Kostengründen unterlassen

Während die Ermittlungen zur Hotelbrandkatastrophe in Bolu, bei der 78 Bürger ihr Leben verloren, andauern, liegt nun ein Geständnis von Kadir Özdemir vor, der als Buchhalter in der Finanzabteilung des Grand Kartal Hotels tätig war.

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Erstes Geständnis zur Brandkatastrophe in Bolu mit 78 Todesopfern: Aus Kostengründen unterlassen

Bei einem Brand im Grand Kartal Hotel im Skizentrum Kartalkaya in Bolu kamen 78 Menschen, darunter 36 Kinder, auf tragische Weise ums Leben. Während die Ermittlungen zu der Katastrophe andauern, war das Fehlen von Brandschutzsystemen im Hotel in den Fokus gerückt.

Erstes Geständnis zur Brandkatastrophe in Bolu mit 78 Todesopfern: Aus Kostengründen unterlassen

Wie NTV berichtet, gestand der Buchhaltungsleiter Kadir Özdemir, der in der Buchhaltungsabteilung des Hotels tätig war, dass die Systeme, die Gegenstand zahlreicher Vorwürfe sind, aufgrund ihrer hohen Kosten nicht installiert wurden. Özdemir gab in seiner Aussage an, dass er nach der Feststellung der Mängel die Hotelleitung informiert habe und daraufhin die Antwort erhielt, dies sei „zu kostspielig“.

Erstes Geständnis zur Brandkatastrophe in Bolu mit 78 Todesopfern: Aus Kostengründen unterlassen

Die von Özdemir erwähnte Inspektion wurde am 12. Dezember von Experten der Feuerwehr der Stadtverwaltung Bolu durchgeführt. Bei dieser Prüfung wurden 8 schwerwiegende Mängel im Hotel festgestellt und deren Behebung gefordert.

Erstes Geständnis zur Brandkatastrophe in Bolu mit 78 Todesopfern: Aus Kostengründen unterlassen

Nach diesem Bericht beriet die Hotelleitung das Thema intern. Der inhaftierte Angeklagte Kadir Özdemir sagte in seiner Aussage: „Ich habe von einer Person namens C., die mir unterstellt war, erfahren, dass der Prüfbericht der Feuerwehr negativ ausgefallen ist. Daraufhin informierte ich meinen Vorgesetzten Ahmet Demir darüber, dass das Hotel einen negativen Bericht bezüglich der Brandsicherheit erhalten hat.“

Erstes Geständnis zur Brandkatastrophe in Bolu mit 78 Todesopfern: Aus Kostengründen unterlassen

Özdemir schilderte den weiteren Verlauf nach seiner Meldung wie folgt:

Erstes Geständnis zur Brandkatastrophe in Bolu mit 78 Todesopfern: Aus Kostengründen unterlassen

„Daraufhin sprach Ahmet Demir mit dem stellvertretenden Bürgermeister Sedat Gülener. Sedat Gülener sagte zu ihm: ‚Reichen Sie einen Antrag auf Stornierung ein.‘ Auf diese Anweisung hin bereiteten wir den Stornierungsantrag vor. Gleichzeitig habe ich diese Themen auch mit dem Generaldirektor des Grand Kartal Hotels, Emir Aras, besprochen. Emir Aras sagte mir: ‚Die Behebung dieser Mängel ist sehr kostspielig, wenn wir die Prüfung stornieren können, dann lassen Sie sie stornieren.‘ Daraufhin ging ich zur Stadtverwaltung von Bolu und erklärte, dass ich meinen Antrag stornieren lassen möchte.“