Es wurde behauptet, sie hätten die Aktivitäten eines niederländischen Drogenbarons in der Türkei geleitet: Diese zwei Ausschussmitglieder sind in ihre Ämter zurückgekehrt

Zwei Mitglieder des 15. Schwurgerichts von Istanbul, die wegen des Vorwurfs suspendiert worden waren, Abdullah Alp Üstün und sein Team – die die Aktivitäten des Drogenbarons 'Tombul Jos' in der Türkei geleitet haben sollen – gegen Bestechungsgelder freigelassen zu haben, wurden mit der Begründung, dass keine Straftatbestände vorlägen, wieder in ihre Ämter eingesetzt. Die flüchtigen Angeklagten konnten jedoch weiterhin nicht gefasst werden.

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Es wurde behauptet, sie hätten die Aktivitäten eines niederländischen Drogenbarons in der Türkei geleitet: Diese zwei Ausschussmitglieder sind in ihre Ämter zurückgekehrt

Der niederländische Drogenbaron Joseph Johannes Leijdekkers, auch bekannt als „Tombul Jos“, ist für seine Drogen- und Geldwäscheoperationen in der Türkei bekannt. Abdullah Alp Üstün, der angeblich den türkischen Zweig seiner Organisation leitete, wurde vor einigen Jahren festgenommen und inhaftiert, doch es kamen Vorwürfe auf, er sei gegen eine Bestechungssumme von 750.000 US-Dollar freigelassen worden.

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Das Gremium des 15. Schwurgerichts von Istanbul hatte Üstün in der Verhandlung am 5. Juli 2024 freigelassen, was in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgte. Nach anschließenden Untersuchungen wurde gegen die drei Mitglieder des Gremiums ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und sie wurden suspendiert. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde nun bekannt, dass die Richter Arzu A. und Veysi G. mangels Beweisen für ein Fehlverhalten wieder in den Dienst zurückgekehrt sind. Über den Vorsitzenden des Gremiums, Oktay A., wurde noch keine Entscheidung getroffen.

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BESTECHUNGSVORWÜRFE UND RECHTSVERFAHREN

Abdullah Alp Üstün, ein Verwandter von „Tombul Jos“, sein Sohn Efe Alp sowie die weiteren Angeklagten Aziz Demir, Bahadır Mert Oğur, Eric Schroeder, Selçuk Aydın und Wilhelmus Adrianus Leijdekkers wurden in der Verhandlung am 5. Juli 2024 vom Gericht freigelassen. Den Vorwürfen zufolge soll die Freilassungsentscheidung gegen eine Zahlung von 750.000 US-Dollar erfolgt sein.

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Die Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul legte umgehend Beschwerde gegen diese Freilassungsentscheidung ein, woraufhin das 16. Schwurgericht von Istanbul Haftbefehle gegen die Angeklagten erließ. Von den flüchtigen Angeklagten konnte jedoch nur Aziz Demir gefasst werden; Abdullah Alp Üstün, sein Sohn Efe Alp und die anderen Angeklagten sind weiterhin untergetaucht.

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EINGREIFEN DES HSK: ANTRAG AUF ENTLASSUNG, ABER...

Nach dem Freilassungsskandal wurde der Rat der Richter und Staatsanwälte (HSK) aktiv. In der Untersuchung des HSK-Inspektionsrates wurde festgestellt:

Dass die Freilassung trotz des Antrags des Staatsanwalts auf Fortdauer der Untersuchungshaft für alle Angeklagten erfolgte,

Dass sich in der Akte Berichte der MASAK (Finanzermittlungsbehörde) zur Geldwäsche und zum Drogenhandel befanden,

Dass die Freilassungen trotz derart schwerwiegender Vorwürfe als dubios eingestuft wurden.

Die HSK-Inspektoren beantragten die Entlassung des Gerichtsvorsitzenden Oktay A. sowie der Mitglieder Arzu A. und Veysi G. aus dem Dienst. Während das Gremium im August 2024 suspendiert wurde, ergab die Untersuchung, dass für Arzu A. und Veysi G. keine strafbaren Elemente vorlagen, weshalb sie wieder in den Dienst zurückversetzt wurden. Das Verfahren gegen den Gerichtsvorsitzenden Oktay A. dauert jedoch noch an.

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DIE FLUCHTROUTE VON „TOMBUL JOS“

Joseph Johannes Leijdekkers, alias „Tombul Jos“, der von den niederländischen Behörden wegen Kokainschmuggels zu 24 Jahren Haft verurteilt wurde, tauchte nach seiner Flucht aus der Türkei in Sierra Leone auf.

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Leijdekkers wurde am 1. Januar 2025 bei einem Gottesdienst in der St.-Joseph-Kathedrale in der Stadt Tihun in Sierra Leone gefilmt, als er zwei Reihen hinter dem Präsidenten des Landes, Julius Maada Bio, neben einer Frau saß. Sicherheitskreisen zufolge ist „Tombul Jos“ mit Agnes Bio, der Tochter des Präsidenten, verheiratet und genießt im Land hochrangigen Schutz.

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VERBINDUNGEN IN DER TÜRKEI

„Tombul Jos“ reiste am 4. Juli 2020 mit einem auf den Namen „Daniel Ernst“ ausgestellten deutschen Pass in die Türkei ein. Nachdem er einige Zeit geblieben war und das Land verlassen hatte, kehrte er am 7. September 2020 mit seinem Privatjet in die Türkei zurück und reiste diesmal mit seiner echten Identität über den Flughafen Bodrum ein.

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Den MASAK-Berichten zufolge:

Eröffnete er drei Tage nach seiner Ankunft in der Türkei, am 10. September 2020, ein Konto bei der Denizbank.

Am 22. September 2020 wurden 500.000 Euro auf dieses Konto eingezahlt, die Geldüberweisung wurde jedoch nicht weiter untersucht.

Jos nutzte diese 500.000 Euro, um ein Hotel in Bodrum zu kaufen, und beantragte die türkische Staatsbürgerschaft.

Es wurde eine Aufenthaltserlaubnis für die Türkei ausgestellt, und er lebte dort für einen gewissen Zeitraum.

Mit der Vertiefung der internationalen Ermittlungen gegen ihn verlor sich jedoch seine Spur und er floh nach Sierra Leone.

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WO SIND DIE FLÜCHTIGEN ANGEKLAGTEN?

Abdullah Alp Üstün, der die Struktur von „Tombul Jos“ in der Türkei leitete, und die anderen flüchtigen Angeklagten konnten bisher nicht gefasst werden.

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