Experten warnen: Großes Erdbebenrisiko in Bingöl, Erzincan und Elazığ: Stärke bis zu 7,2 möglich
Das Erdbeben der Stärke 4,5 im Landkreis Pasinler in Erzurum hat die seismische Aktivität entlang der nordostanatolischen Verwerfung erneut in den Fokus gerückt. Experten warnen, dass es entlang dieser Verwerfungslinie zu Beben mit einer Stärke von bis zu 7 kommen könnte. Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Okan Tüysüz betonte, dass die Provinzen in der Region auf ein Erdbeben vorbereitet sein müssen.
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Das Erdbeben der Stärke 4,5, das sich am Mittwoch im Landkreis Pasinler in Erzurum ereignete, hat eine erneute Debatte über das Erdbebenrisiko der Region ausgelöst.
BEUNRUHIGENDE WARNUNG VON EXPERTEN
Experten weisen darauf hin, dass solche Erschütterungen auf die Aktivität der Hauptverwerfungslinien in der Region hindeuten. Der Geologieingenieur Prof. Dr. Okan Tüysüz erklärte, dass die Region auf aktiven Verwerfungen liege und dies große Erdbeben unvermeidlich mache.
Im Gespräch mit NTV erklärte Prof. Dr. Okan Tüysüz, dass Erzurum zu den 24 risikoreichen Provinzen der Türkei gehöre, durch die aktive Verwerfungslinien verlaufen. Tüysüz sagte: „Es ist unmöglich, mit Sicherheit zu sagen, ob heute oder morgen ein Erdbeben stattfinden wird. Wissenschaftlichen Daten zufolge sind jedoch schwere Erdbeben in Erzurum und Umgebung unvermeidlich.“
Tüysüz betonte zudem, dass die Bevölkerung jederzeit auf ein Erdbeben vorbereitet sein müsse.
BIS ZUR STÄRKE 7...
Experten gaben an, dass entlang der nordostanatolischen Verwerfung, zu der auch Erzurum gehört, Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 7 auftreten könnten.
Prof. Dr. Tüysüz erinnerte an das Erdbeben der Stärke 6,9, das sich 1983 im Landkreis Narman in Erzurum ereignete, und äußerte, dass die Wahrscheinlichkeit für das erneute Auftreten von Erdbeben dieser Größenordnung hoch sei.
„Die Aktivität auf dieser Verwerfung hält an. Es ist mit der Wiederholung von Erdbeben der Stärke 6,9 oder 7 zu rechnen“, sagte Tüysüz und fügte hinzu, dass die Bebauung in der Region unter Berücksichtigung dieses Risikos geplant werden müsse.
BETROFFENE PROVINZEN GENANNT
Tüysüz erklärte, ein weiterer wichtiger Faktor in der Region sei die nordanatolische Verwerfungslinie, die von Bingöl-Karlıova bis zum Marmarameer reiche, und wies darauf hin, dass diese Verwerfungslinie Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 7,2 erzeugen könne.
Tüysüz sagte: „Ein Erdbeben entlang der nordanatolischen Verwerfungslinie könnte auch in Provinzen wie Bingöl, Erzincan und Elazığ schwerwiegende Auswirkungen haben.“