Expertenwarnung vor Erdbeben in Istanbul: 'Die Türkei könnte unter den Trümmern begraben werden'
Prof. Dr. Süleyman Pampal, Gründungspräsident des Erdbebenforschungszentrums der Gazi-Universität, äußerte sich kritisch zu den Verwerfungslinien in Adana und Istanbul. Pampal warnte, dass für Istanbul ein Erdbeben der Stärke 7 oder höher erwartet werde und ein solches Beben die Türkei in eine große Katastrophe stürzen könnte.
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Im Rahmen der Arbeiten zum Erdbebenaktionsplan der Stadtverwaltung Adana wurde ein „Panel zu Verwerfungslinien und Erdbeben in Adana“ abgehalten.
Vor dem Panel reagierte Prof. Dr. Süleyman Pampal, Gründungspräsident des Erdbebenforschungszentrums der Gazi-Universität und Mitglied des Erdbebenbeirats der Kammer der Geologischen Ingenieure, auf Kommentare wie „Die Savrun-Verwerfung wird brechen, Adana wird zerstört werden“ und erklärte: „So etwas gibt es nicht.“
Pampal äußerte zudem Warnungen bezüglich des erwarteten Istanbul-Erdbebens. Er warnte vor einem Beben der Stärke 7 oder höher und betonte: „Wenn Istanbul zerstört wird, könnte die Türkei unter den Trümmern begraben werden. Wir alle könnten darunter begraben werden.“
Prof. Dr. Pampal erläuterte, dass 11 Provinzen von den Erdbeben mit Zentrum in Kahramanmaraş betroffen waren und dass die Ostanatolische Verwerfung sowie die Çardak-Verwerfung weiterhin seismisch aktiv seien, und sagte:
„Kahramanmaraş, Hatay und Adıyaman liegen auf der Ostanatolischen Verwerfung, die die Quelle der größten Erdbeben ist. Zudem liegen die Bezirke von Kahramanmaraş auf der Çardak-Verwerfung, die das zweitgrößte Beben verursachte. Am 6. Februar ereigneten sich zwei große Beben, eines mit der Stärke 7,8 und das andere mit 7,6. Diese Verwerfungen sind gebrochen. Es gibt jedoch weitere Verwerfungen in der Umgebung, die zwar keine so großen Beben wie diese verursachen, aber dennoch das Potenzial für Erdbeben haben. Diese Verwerfungen brechen leider weiter. Insbesondere aufgrund der auf die Enden der Verwerfungen übertragenen Spannungen kommt es zu Erdbeben in Malatya, Sivas, Adıyaman und Syrien. Diese Beben werden anhalten. Wir können mit noch größeren rechnen, aber wir wissen nicht, wann sie eintreten werden.“
Prof. Dr. Süleyman Pampal betonte, dass die in Adana gelegenen Akçalıuşağı- und Bozdoğanuşağı-Verwerfungen Beben der Stärke 5 bis 6 erzeugen könnten: „In Adana ereignete sich zuletzt Anfang November ein Beben der Stärke 5 im Bezirk Kozan. Wir sind nach Adana gekommen, um die aktuelle Lage zu überprüfen. In Adana gibt es die Akçalıuşağı- und Bozdoğanuşağı-Verwerfungen.
Diese Verwerfungen liegen in der Nähe von Siedlungsgebieten wie Kozan, Saimbeyli und Feke. Diese Verwerfungen brechen. Sie werden zwar keine so zerstörerischen Beben wie am 6. Februar erzeugen, aber sie können Beben zwischen Stärke 5 und 6 verursachen“, sagte er.
„DIE TÜRKEI KÖNNTE UNTER DEN TRÜMMERN BEGRABEN WERDEN“
Auch zum erwarteten Istanbul-Erdbeben äußerte sich Prof. Dr. Süleyman Pampal und erklärte, dass ein Beben der Stärke 7 oder höher eintreten werde: „Wir erwarten ein Beben zwischen 7 und 7,5. Ich hoffe auf ein Beben um die 7,2.
Das ist zwar kein Wunschkonzert, aber wenn man sich die Ober- und Untergrenze ansieht, wäre es wünschenswert, wenn es näher an der Untergrenze läge. Wenn man den Gebäudebestand Istanbuls berücksichtigt, könnten die Folgen sehr schlimm sein.
Wenn Istanbul zerstört wird, könnte die Türkei unter den Trümmern begraben werden. Wir alle könnten darunter begraben werden.
Deshalb müssen wir die gesamte Türkei auf Erdbeben vorbereiten, ohne zwischen Städten wie Istanbul, Ankara, İzmir und Adana zu unterscheiden“, fügte er hinzu.