FETÖ-Operation durchgeführt: Maydonoz Döner-Mitarbeiter packt aus... Wie stieg das Unternehmen so schnell auf?
Im Zuge der FETÖ-Operation gegen die Restaurantkette Maydonoz Döner kamen durch die Aussage des ehemaligen Mitarbeiters R.Ö. brisante Details ans Licht, darunter Mobbing, der schnelle Aufstieg von Personen, die per Dekret (KHK) aus dem Staatsdienst entlassen wurden, sowie die Tatsache, dass mit der Organisation verbundene Personen als Filialleiter eingesetzt wurden.
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Im Rahmen der FETÖ-Operation gegen die in Istanbul ansässige Restaurantkette Maydonoz Döner, die über zahlreiche Filialen im In- und Ausland verfügt, kommen weiterhin neue Details ans Licht.
Die Aussagen des ehemaligen Mitarbeiters R.Ö., der offenbar von den Bestimmungen zur tätigen Reue Gebrauch machte, haben das Ausmaß der Operation weiter vertieft.
MOBBING UND SCHNELLER AUFSTIEG
Laut der Aussage von R.Ö. war er am Arbeitsplatz systematischem Mobbing ausgesetzt, wobei Vorwände wie Umsatzrückgänge und Unordnung im Betrieb genutzt wurden. Auffälliger war jedoch der schnelle Aufstieg einiger Personen in der Filiale. R.Ö. gab an, dass I.B. und A.T., die aus dem öffentlichen Dienst entlassen worden waren, innerhalb von nur vier Monaten schnell aufstiegen und zu offiziellen Teilhabern der Filiale wurden. R.Ö. sagte: „Ich weiß nicht, wie diese Personen, gegen die Ermittlungen liefen und die entlassen worden waren, so schnell aufsteigen konnten.“
KHK-ENTLASSENE UND VERBINDUNGEN ZUR GEHEIMSTRUKTUR
Obwohl R.Ö. angab, bei Mitarbeitern wie Kurieren, Döner-Grillern und Servicekräften keine FETÖ-Verbindungen festgestellt zu haben, machte er brisante Geständnisse bezüglich einiger Filialleiter.
Er erklärte, dass ein Teil der Filialleiter in geheimen Diensten tätig war, während der andere Teil aus Personen bestand, die per Dekret (KHK) entlassen worden waren.
GESTÄNDNIS DURCH TÄTIGE REUE
R.Ö. erklärte, dass er von den Bestimmungen zur tätigen Reue Gebrauch gemacht habe und deshalb die Schwierigkeiten am Arbeitsplatz schilderte. Er berichtete, dass der Filialleiter M.A. ihn eines Tages nach seinem Strafmaß gefragt habe. Als R.Ö. antwortete, er habe eine Strafe von 1 Jahr und 6 Monaten erhalten, habe M.A. nachgefragt, wie er eine so kurze Strafe bekommen konnte, da die Leute normalerweise 5 oder 7 Jahre erhielten. Obwohl R.Ö. in diesem Moment nicht explizit erwähnte, dass er von der tätigen Reue Gebrauch gemacht hatte, wurde angedeutet, dass M.A. verstanden hatte, dass R.Ö. eine Aussage gemacht hatte.
ENTLASSUNGEN UND ANTEILSBEHAUPTUNGEN
R.Ö. sagte, dass ihm bei seinem Einstieg als Kellner von dem Freund, der ihn eingestellt hatte, angeboten wurde, mit einem Anteil von 5 Prozent an der Restaurantkette beteiligt zu werden, dieses Angebot jedoch zurückgezogen wurde, als bekannt wurde, dass er von der tätigen Reue Gebrauch machte.
Daraufhin sei er am Arbeitsplatz unter Druck gesetzt und schließlich entlassen worden.
FETÖ-OPERATION DURCHGEFÜHRT
Bei der in Antalya koordinierten Operation, die sich über 31 Provinzen erstreckte, wurden 353 Verdächtige festgenommen.