Große Fahrlässigkeit bei der Katastrophe in Bolu! 'Keine Schulung, keine Feuerlöscher'
Im Zusammenhang mit dem Brand im Grand Kartal Hotel in Bolu, bei dem 78 Menschen ihr Leben verloren, kommen neue Versäumnisse ans Licht. Ein Parlamentsausschuss hat schwerwiegende Mängel bei der Brandsicherheit des Hotels aufgedeckt. Es wurde festgestellt, dass der Notfallplan des Hotels seit 5 Jahren nicht aktualisiert wurde, die Brandschutzmaßnahmen unzureichend waren und die Mitarbeiter nicht die erforderlichen Schulungen erhalten hatten.
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Im Grand Kartal Hotel in Bolu, wo 78 Menschen bei einem Brand starben, wurde festgestellt, dass der Notfallplan seit 5 Jahren nicht aktualisiert wurde und kein Notfallinterventionsteam existierte. Teams des Arbeitsministeriums deckten auf, dass im Hotel keine tragbaren Feuerlöschgeräte vorhanden waren.
Demnach gab es im Hotel kein funktionierendes automatisches Brandmelde- und Warnsystem. Es wurde zudem festgestellt, dass die Mitarbeiter keine Arbeitsschutzschulungen erhalten hatten und kein Betriebsarzt im Hotel tätig war.
Wie aus einem Bericht von Sputnik hervorgeht, wurde zudem beobachtet, dass Kunden und Besucher nicht über Notfallsituationen, Fluchtwege oder Sammelplätze informiert wurden.
Beamte des Ministeriums für Arbeit und soziale Sicherheit gaben dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Brandkatastrophe im Kartalkaya Hotel bemerkenswerte Informationen.
KEINE FEUERLÖSCHGERÄTE
Bekir Aktürk, Leiter der Abteilung für Beratung und Inspektion, erklärte, dass bei den Untersuchungen des Ministeriums festgestellt wurde, dass die Fluchttreppen sowie die Türen zu den Fluchtwegen weder feuerbeständig noch rauchdicht waren. Aktürk wies darauf hin, dass im Restaurant, in dem das Feuer ausgebrochen war, sowie im angrenzenden Küchenbereich keine tragbaren Feuerlöschgeräte für die Mitarbeiter erreichbar waren, und betonte, dass auch kein funktionierendes automatisches Brandmelde- und Warnsystem vorhanden war.
KEIN NOTFALLTEAM
Laut der Präsentation von Aktürk vor dem Ausschuss wurde festgestellt, dass die Türen zu den Fluchtwegen, die zu den Feuertreppen führen, nicht feuerbeständig oder rauchdicht waren. Die Verkleidung der Außenfassade sowie der Innenböden, einschließlich Teppichen und Wänden, mit Holzmaterialien erhöhte die Brandlast des Gebäudes. Dies führte dazu, dass sich das Feuer schnell ausbreitete. Es wurde festgestellt, dass der Notfallplan vom 19. April 2020 vom Arbeitgeber nicht aktualisiert worden war. Zudem wurde deutlich, dass kein Schutzteam für Notfälle ernannt worden war.
SAMMELPLATZ UNBEKANNT
Aktürk erklärte, dass auch festgestellt wurde, dass Kunden und Besucher am Arbeitsplatz nicht über Notfälle, Fluchtwege, Sammelplätze und Notfallteams informiert wurden, und fasste die Ergebnisse wie folgt zusammen:
„Es ist ersichtlich, dass keine Arbeitsschutzschulungen für die Mitarbeiter durchgeführt wurden, kein Fachkraft für Arbeitssicherheit und kein Betriebsarzt bestellt waren und die für Lösch- und Rettungsmaßnahmen eingeteilten Mitarbeiter keine spezielle Ausbildung erhalten hatten. Es zeigt sich, dass bei der Erstellung der Notfallpläne sowie der Notfallinterventions- und Evakuierungsmethoden Kunden und Besucher nicht berücksichtigt wurden. Der Notfallplan enthielt nicht die in der einschlägigen Gesetzgebung geforderten Punkte. Es stellte sich heraus, dass die präventiven und begrenzenden Maßnahmen sowie die Evakuierungspläne, die den Arbeitsplatz oder dessen Bereiche zeigen, nicht in den Notfallplan integriert waren.“