Großer Betrug durch Staatsbürgerschaften! Vorwurf: 'Der Grundbuchamtsleiter wusste Bescheid, die Staatsanwaltschaft blieb untätig'
Der Journalist İsmail Saymaz schrieb, dass ein organisiertes Netzwerk, das durch gefälschte Dokumente die türkische Staatsbürgerschaft vermittelte, bereits seit 2021 bekannt sei. Es stellte sich heraus, dass die Grundbuchämter in Bursa und Yalova Verkäufe durch gefälschte Wertgutachten und Bankbelege duldeten, während die Staatsanwaltschaft keine Schritte unternahm.
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Dem Bericht des Halk-TV-Autors İsmail Saymaz zufolge war zwischen 2019 und 2023 eine organisierte Struktur aktiv, die ausländischen Staatsangehörigen durch gefälschte Dokumente die türkische Staatsbürgerschaft verschaffte.
Es wurde festgestellt, dass das Netzwerk gefälschte elektronische Signaturen, fingierte Bankbelege und irreführende Immobilienwertgutachten verwendete. Diese Struktur verkaufte Ausländern Wohnungen, die sich noch im Projektstadium befanden, als wären sie von hohem Wert, und ließ es so aussehen, als sei die für die Staatsbürgerschaft erforderliche Investitionssumme von 400.000 US-Dollar auf dem Papier erfüllt.
2021 DOKUMENTIERT, ABER KEINE REAKTION
Es kam ans Licht, dass die Unregelmäßigkeiten erstmals 2021 von der 4. Regionaldirektion für Grundbuch und Kataster in Bursa festgestellt wurden. Der Grundbuchamtsleiter von Çınarcık, Ayhan Bayhan, sandte am 7. Juni 2021 ein offizielles Schreiben an die Polizei und die Staatsanwaltschaft, in dem er mitteilte, dass „die Wertgutachten nicht von den ausstellenden Firmen stammten und ein Versuch der Urkundenfälschung vorlag“.
Doch trotz dieser Hinweise wurde die Staatsanwaltschaft nicht aktiv. Überraschenderweise blieb auch der Grundbuchamtsleiter Bayhan im Amt und genehmigte weiterhin diese unrechtmäßigen Verkäufe.
VERTEIDIGUNG: "ER BOT UNS EIN STIPENDIUM AN, ÜBERWIES GELD"
Ayhan Bayhan äußerte sich in seiner Verteidigung bemerkenswert. Er gab an, dass eine Person namens Ceylan, die als einer der Anführer des Netzwerks gilt, ihm im Garten des Amtes begegnet sei und angeboten habe, seinen Töchtern ein Stipendium zu gewähren. Bayhan sagte: „Er hat einmalig und ohne meine Erlaubnis Geld überwiesen.“
Bayhan argumentierte zudem:
„Sie haben die Sache etwas übertrieben. Als Grundbuchbeamte ist es nicht unsere Aufgabe, den Wert einer Immobilie zu kommentieren. Eine Kontrolle oder Ablehnung meinerseits ist nicht möglich.“
2022 TAUCHTEN GEFÄLSCHTE BELEGE AUF
Die Unregelmäßigkeiten wurden 2022 von einer anderen Stelle aus deutlicher. Es wurde festgestellt, dass einige beim Grundbuchamt Kaynarca eingereichte Bankbelege gefälscht waren. Die Generalstaatsanwaltschaft Kaynarca stellte fest, dass mit ähnlichen Methoden auch in Çınarcık Verkäufe getätigt wurden. Daraufhin wurde die Anweisung erteilt: „Prüfen Sie bei den Banken, ob die Belege echt sind.“
In einem offiziellen Schreiben an die Generalstaatsanwaltschaft Yalova vom 16. Januar 2023 erklärte Bayhan ausdrücklich, dass „die Belege nicht von den Banken ausgestellt wurden“.