Grund für Erdoğans Beharren auf dem „Rettich im Sack“ enthüllt: Wie interpretiert die AKP die Operationen?
Es ist bemerkenswert, dass Präsident Erdoğan den Ausdruck „Rettich im Sack“ (heybedeki turp), den er bereits vor den Operationen gegen Ekrem İmamoğlu verwendet hatte, auch nach dessen Verhaftung beibehielt. Informationen aus den politischen Kreisen in Ankara zufolge liegt dieser Rhetorik Erdoğans die Strategie zugrunde, einen Keil in die Opposition zu treiben. Hier sind die Details...
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Während die Operationen gegen den Bürgermeister von Istanbul (İBB) und Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgen, wird die Rhetorik von Präsident und AKP-Parteichef Recep Tayyip Erdoğan zu diesem Prozess weiterhin kontrovers diskutiert.
Dass Erdoğan den Vergleich mit dem „Rettich im Sack“, den er bereits vor der Verhaftung İmamoğlus nutzte, auch danach beibehält, wirft die Frage auf, ob dies ein Signal für weitere Operationen ist.
Der Prozess, der mit der Annullierung des vor 35 Jahren erworbenen Diploms von İmamoğlu begann, setzte sich mit seiner Festnahme und der anschließenden Inhaftierung im Gefängnis Silivri fort.
Während in der Öffentlichkeit bewertet wurde, dass Erdoğan mit dem Ausdruck „Rettich im Sack“ genau diese Operationen meinte, hat die Tatsache, dass er diesen Ausdruck auch nach der Verhaftung İmamoğlus weiter verwendet, die Frage nach möglichen neuen Schritten in den Fokus gerückt.
ANKARA-KULISSEN: STRATEGIE ZUR SPALTUNG DER OPPOSITION
Die Journalistin Nuray Babacan teilte in ihrer Kolumne in der Zeitung Nefes Informationen, die sie aus AKP-Kreisen erhalten hat. Laut Babacan wird behauptet, dass es im Lager der Regierung derzeit keinen Plan gebe, einen Zwangsverwalter für die CHP oder die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) einzusetzen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass hinter Erdoğans Beharren auf der Rhetorik vom „Rettich im Sack“ der Versuch steckt, einen Riss im Oppositionsblock zu erzeugen.
Insbesondere die gemeinsame Reaktion der Opposition nach der Verhaftung İmamoğlus hat Erdoğan dazu veranlasst, seine rhetorische Strategie zu ändern. Es wird interpretiert, dass die Regierung solche Aussagen entwickelt, um die Opposition daran zu hindern, als geschlossene Einheit zu agieren, und um unterschiedliche Ansichten innerhalb der CHP an die Oberfläche zu bringen.
AKP HAT SCHWIERIGKEITEN, DIE OPERATIONEN ZU VERTEIDIGEN
Andererseits ist es eines der Hauptthemen in den Kulissen, dass die AKP-Führung Schwierigkeiten hat, die Operationen gegen İmamoğlu gegenüber der Öffentlichkeit zu erklären. Den Ausführungen von Babacan zufolge greift das Regierungslager bei der Darstellung dieses Prozesses auf einen einheitlichen Verteidigungstext zurück.
In diesem Text heißt es: „Was geschieht, hat nichts mit demokratischen Rechten zu tun. Es dient der Korruptionsbekämpfung. Dies ist ein internes Problem der CHP, und CHP-Mitglieder waren beunruhigt und haben Anzeige erstattet.“ Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Rhetorik in der Öffentlichkeit nur schwer Anklang findet.