Hatte im vergangenen Jahr für eine Krise gesorgt: Filmmusik bei der Abschlussfeier der Militärakademien gespielt
Bei der gemeinsamen Abschlussfeier der Militärakademien für Heer, Marine und Luftwaffe wurde in diesem Jahr auf die Tradition des „Schwertkreuzens“ verzichtet; zum Abschluss der Zeremonie wurde die Musik der Serie „Uyanış: Büyük Selçuklu“ gespielt.
12punto
Die gemeinsame Abschlussfeier der Heeres-, Marine- und Luftwaffenakademien fand in diesem Jahr unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Bei der Zeremonie im Jahr 2024 hatten die frisch ernannten Leutnants ihre Schwerter in die Luft gehoben und gemeinsam gerufen: „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“. In diesem Jahr wurde jedoch auf die traditionelle „Schwertkreuzungs“-Zeremonie verzichtet.
Wie Ersin Eroğlu von TELE 1 berichtete, wurde zum Ende der Zeremonie auf ungewöhnliche Weise die Musik der Serie „Uyanış: Büyük Selçuklu“ gespielt.
MARSCHLIEDER WAREN IM VORJAHR VERBOTEN
İzzet Talip Akarsu, einer der im vergangenen Jahr aus der Militärakademie entlassenen Leutnants, hatte in seiner Verteidigung erklärt, dass die mit Atatürk identifizierten Marschlieder verboten worden seien.
Bei der Abschlussfeier der Militärakademie am 30. August 2024 hatten die Absolventen unter der Führung der Jahrgangsbesten Ebru Eroğlu mit ihrem Eid für Aufsehen gesorgt. Die Leutnants hoben ihre Schwerter, skandierten „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ und leisteten folgenden Eid:
„Gegenüber den Händen, die sich nach der Unabhängigkeit der laizistischen, demokratischen Republik Türkei, der unteilbaren Einheit des Landes, der Ehre und Würde der erhabenen türkischen Nation und jedem Zentimeter des heiligen Vaterlandes ausstrecken, werden wir uns finden, und unsere Schwerter werden stets scharf und bereit sein. Wir sind die Kinder der türkischen Zukunft. Wir sind mit Ehre geboren, wir werden mit Ehre leben. Wie glücklich derjenige, der sagen kann: Ich bin Türke!“
LEUTNANTS UND KOMMANDEURE ENTLASSEN
Im Zuge der nach der Zeremonie eingeleiteten verwaltungsrechtlichen Untersuchung wurden die Leutnants Ebru Eroğlu, İzzet Talip Akarsu, Serhat Gündar, Deniz Demirtaş und Batuhan Gazi Kılıç sowie die Kommandeure Alper Topsakal, Halit Türkoğlu und Murat Ertürk aus den Türkischen Streitkräften entlassen.
Generalleutnant Tevfik Algan und Brigadegeneral Hakan Tutucu, die gegen die Entlassungsentscheidung Einspruch erhoben hatten, wurden von ihren Posten enthoben und auf passive Dienstposten versetzt. Beide traten daraufhin zurück und gingen in den Ruhestand.