Kritische Warnung vom Erdbebenexperten! Er weist auf diese Provinz hin
Erdbebenforscher weisen neben den Warnungen vor einem Marmara-Erdbeben auch auf das Risiko für Bolu hin. Prof. Dr. Gürol Seyitoğlu betonte, dass ein Großteil der Verwerfungslinien direkt durch das Stadtzentrum verläuft und Bolu somit einer akuten Erdbebengefahr ausgesetzt ist.
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Der Verband der Kammern der türkischen Ingenieure und Architekten (TMMOB), Provinzkoordinationsrat Bolu, veranstaltete ein Panel mit dem Titel "Erdbeben und Stadt". Prof. Dr. Gürol Seyitoğlu von der Universität Ankara sprach auf dem Panel und machte auf das Erdbebenrisiko in Bolu aufmerksam.
Während des Panels ging Seyitoğlu auf die geologische Lage der Stadt ein und erklärte, dass Bolu, das auf der Nordanatolischen Verwerfung – der bedeutendsten Verwerfungslinie der Türkei – liegt, eine besondere Stellung einnimmt.
ER WIES AUF DIE NORDANATOLISCHE VERWERFUNG HIN UND WARNTE BOLU
Seyitoğlu sagte: "Ab Bolu teilt sich die Nordanatolische Verwerfung in verschiedene Zweige auf. Wir sehen den Oberflächenbruch von 1944, den 1957 gebrochenen Abschnitt, den 1967 gebrochenen Abschnitt, den Abschnitt, der beim Erdbeben vom 17. August brach, und schließlich den Abschnitt, der beim Düzce-Erdbeben 1999 brach. Jüngste Studien belegen die Existenz der Bakacak- und Elmalık-Verwerfungen.
Der Bruch um den Almacık-Block muss sich vervollständigen, und in diesem Fall gehen wir davon aus, dass sich das Zentrum eines zukünftigen Erdbebens in einem Gebiet befinden könnte, das direkt durch Bolu verläuft", sagte er.
Prof. Dr. Seyitoğlu wies darauf hin, dass auch Bolu unter Risiko steht, und schloss seine Worte wie folgt:
"Ich sage es mit Bedauern: Ein Großteil der Verwerfungslinien verläuft durch das Stadtzentrum von Bolu. In dem berühmten Artikel, den Aykut Barka nach dem Erdbeben von 1999 verfasste, wurde gezeigt, dass sich an den beiden Enden eines Oberflächenbruchs Spannungen ansammeln.
Alle sprechen panisch über das mögliche Marmara-Erdbeben. Östlich dieses Systems liegt Bolu.
Daher wird sich dieses System hier schließen und wieder mit der Nordanatolischen Verwerfung verbinden. Die Situation deutet darauf hin.
So sehr man für das Marmara-Meer sagt, dass ein Erdbeben 'kurz bevorsteht', so sehr müssen wir auch sehen, dass Bolu ebenfalls unter Risiko steht."