Letzte Phase der Strafvollzugsreform erreicht: Vorbereitungen für Entlassungen aus Gefängnissen! Betrifft 50.000 Personen
Mit der neuen Strafvollzugsreform ist geplant, noch vor dem Opferfest (Kurban Bayramı) Tausende Häftlinge aus den Gefängnissen zu entlassen. Durch die vom Justizministerium und der AKP ausgearbeitete Regelung soll die Auslastung der Haftanstalten gesenkt werden. Hier sind die Details der neuen Strafvollzugsreform...
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Das neue Strafvollzugspaket, das in gemeinsamer Arbeit des Justizministeriums und der AKP erstellt wurde, hat die letzte Phase erreicht. Mit dieser Regelung wird erwartet, dass 45.000 bis 50.000 Häftlinge im Rahmen der Bewährungsauflagen entlassen werden.
Das Paket soll noch vor dem Opferfest verabschiedet werden und in Kraft treten.
Häftlinge, die wegen bestimmter Straftaten verurteilt wurden, die vor dem 31. Juli 2023 begangen wurden, könnten drei Jahre früher in den offenen Strafvollzug wechseln.
Diejenigen, die sich bereits im offenen Strafvollzug befinden, werden entlassen und den Rest ihrer Strafe unter Bewährungsauflagen verbüßen. Dieser Prozess erfordert jedoch eine detaillierte Prüfung jedes einzelnen Häftlings.
Dem Bericht von Yücel Kayaoğlu von der Türkiye Gazetesi zufolge müssen Häftlinge, die von der Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung profitieren wollen, ein positives Gutachten der Beobachtungsausschüsse der Gefängnisse vorlegen.
Diese Ausschüsse werden das Verhalten der Häftlinge innerhalb der Haftanstalt, ihren Grad an Reue und ihre Teilnahme an sozialen Projekten untersuchen.
Für Personen, deren psychologische Veranlagungen eine Gefahr darstellen oder die als rückfallgefährdet eingestuft werden, bleiben die Türen für eine Entlassung verschlossen.
WAS SIND DIE VOLLZUGSBEDINGUNGEN?
Auch besondere Vollzugsbedingungen sind im Paket enthalten. Für schwangere Frauen, Mütter mit kleinen Kindern, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Häftlinge mit schweren Krankheiten soll die Möglichkeit des Vollzugs im häuslichen Umfeld geschaffen werden. Häftlinge dieser Gruppe können einen bestimmten Teil ihrer Strafe zu Hause verbüßen.
Nachdem das Verfassungsgericht den Gesetzesartikel bezüglich Personen, die zwar kein Mitglied einer Organisation sind, aber im Namen einer Organisation Straftaten begehen, aufgehoben hat, wird in dieser Hinsicht keine neue Regelung erwartet.
Quellen aus der AKP geben an, dass es schwierig sei, in diesem Bereich eine neue Formel zu entwickeln. Personen in dieser Situation werden im Rahmen der bestehenden Anti-Terror-Gesetze beurteilt.