Nach dem Erdbeben in Van erneut in den Schlagzeilen... Experte äußert sich zum Marmara-Erdbeben!
Nach den Erschütterungen in Tuşba, Van, ist das mögliche große Erdbeben im Marmara-Raum wieder in den Fokus gerückt. Prof. Dr. Osman Bektaş erinnerte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account an vergangene Erdbeben und äußerte Prognosen zum möglichen Marmara-Erdbeben. Hier sind die Details...
12punto
Die Erdbeben im Bezirk Tuşba in Van haben das erwartete große Erdbeben im Marmara-Raum, insbesondere in Istanbul, wieder auf die Tagesordnung gebracht.
Prof. Dr. Osman Bektaş, emeritierter Professor am Institut für Geologische Ingenieurwissenschaften der Technischen Universität Karadeniz, der für seine Analysen zu Erdbeben und Geowissenschaften bekannt ist, äußerte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account bemerkenswerte Einschätzungen.
Prof. Dr. Osman Bektaş führte in seinem Beitrag fünf Punkte auf:
„Das İzmit-Erdbeben von 1999 hat Istanbul entlastet“
Warum?
1- Die Erdbebengefahr für Istanbul basiert auf dem Stresstransfer von Erdbeben, die von Erzincan aus nach Westen wanderten. Doch nach Bolu setzte sich die Seismizität nicht am nördlichen Ast der Nordanatolischen Verwerfung (KAF), an dem Istanbul liegt, sondern am südlichen Ast fort.
2- Das Mürefte-Erdbeben von 1912 hat durch Stresstransfer die Erdbebenserie von 1975-2003-2014 in Richtung Ägäis sowie die Erdbebenserie von 1963 (Adalar)-1999 (İzmit)-1999 (Düzce) in Richtung Istanbul erzeugt und damit die Hauptverwerfung im Marmara-Meer entlastet.
3- Kleine bis mittlere Erdbeben zwischen den Becken von Tekirdağ und Çınarcık brechen, ähnlich wie große Erdbeben, in Richtung Osten (xiang Çen.di.2025)
4- Die Kriechzone im westlichen und mittleren Marmara-Meer, die als Barriere für den Bruch des Erdbebens von 1912 fungierte, übernahm die Rolle des Stresstransfers, der das Adalar-Erdbeben von 1963 auslöste.
5- Das Marmara-Meer ist, wie in der Vergangenheit auch, nach dem großen Erdbeben in eine Phase relativer Ruhe eingetreten.“