Neue Details zur Hotel-Tragödie in Pendik: Fahrlässigkeit führte zur Katastrophe...
Das Gericht hat seine Entscheidung zum Hotelbrand in Istanbul-Pendik bekannt gegeben, bei dem 3 Menschen starben und 4 weitere verletzt wurden. Neue Details zu der Hotel-Katastrophe in Pendik sind ans Licht gekommen. Die vorliegenden Dokumente belegen schwerwiegende Versäumnisse. Hier sind die Einzelheiten...
12punto
Der Prozess zum Hotelbrand in Pendik, der sich im März 2023 ereignete und zum Tod von 3 Menschen führte, ist abgeschlossen.
Es wurde festgestellt, dass das Feuer durch einen an der Rezeption vergessenen elektrischen Heizstrahler ausgelöst wurde, der einen Sessel in Brand setzte. Ein Sachverständigengutachten ergab zudem, dass das Hotel trotz fehlender Sicherheitsvorkehrungen illegal weiterbetrieben wurde.
Das Gericht verurteilte die inhaftierten Hotelverantwortlichen Cihan Şah und Murat Şah wegen „fahrlässiger Tötung mehrerer Personen“ zu jeweils 9 Jahren Haft.
Die Rezeptionsmitarbeiterin Ayşe Arslanşen wurde zu 6 Jahren Haft verurteilt, da sie ihren Arbeitsplatz verlassen hatte und somit zur Ausbreitung des Feuers beigetragen haben soll.
TROTZ VERSIEGELUNG GEÖFFNET GEBLIEBEN
Im dem Gericht vorgelegten Sachverständigengutachten wurde festgehalten, dass das Hotel über keine Sprinkleranlage oder notwendige Brandschutzvorkehrungen verfügte und der Bericht der Feuerwehr negativ ausgefallen war.
Zudem kam ans Licht, dass das Hotel, welches aufgrund der Mängel von der Stadtpolizei versiegelt worden war, die Siegel brach und weiterhin Gäste aufnahm.
VERTEIDIGUNG SORGT FÜR EMPÖRUNG
Der Hotelverantwortliche Cihan Şah erklärte in seiner Verteidigung vor Gericht: „Wir haben niemanden vorsätzlich getötet, auch unser Arbeitsplatz ist abgebrannt.“ Sein Bruder Murat Şah sagte: „Wäre das Feuer nicht ausgebrochen, hätten wir nach der letzten Kontrolle wahrscheinlich unsere Lizenz erhalten.“
Das Gericht sah aufgrund der Persönlichkeitsstruktur der Angeklagten und der fehlenden Reue während der Verhandlungen von einer Strafmilderung ab.
Nach der Urteilsverkündung wurde die Akte an die 18. Strafkammer des Regionalgerichts Istanbul weitergeleitet.