Neue Details zur Operation in Izmir: Haftbefehl sogar gegen einen Verstorbenen erlassen!
Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Stadtverwaltung von Izmir wurden Haftbefehle gegen 157 Personen erlassen. Während 130 Personen, darunter der ehemalige Bürgermeister Tunç Soyer und der CHP-Provinzvorsitzende Şenol Aslanoğlu, festgenommen wurden, sorgte die Tatsache für Aufsehen, dass sich auch eine Person auf der Liste befand, die bereits vor drei Monaten verstorben war.
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Nachdem Präsident Erdoğan nach seiner Rückkehr vom NATO-Gipfel erklärt hatte: „Nicht nur Istanbul, auch andere Provinzen sind eine Katastrophe“, wurde eine umfassende Razzia gegen die Stadtverwaltung von Izmir eingeleitet. Die Ermittlungen werden unter der Koordination des Büros für Terror- und organisierte Kriminalität sowie des Büros für organisierte Kriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Izmir geführt.
Bei der am Morgen durchgeführten Operation wurden Haftbefehle gegen 157 Personen erlassen, darunter der ehemalige Bürgermeister von Izmir, Tunç Soyer, und der CHP-Provinzvorsitzende von Izmir, Şenol Aslanoğlu. Nach diesen Beschlüssen wurden bisher 130 Personen festgenommen.
FESTNAHMEN VON HOCHRANGIGEN BEAMTEN IN DER STADTVERWALTUNG
Im Rahmen der Operation wurden auch zahlreiche Abteilungsleiter und hochrangige Führungskräfte der Stadtverwaltung von Izmir festgenommen. Zu den festgenommenen Personen gehören unter anderem:
Leiter der Abteilung für technische Angelegenheiten: Özgür Ozan Yılmaz, Sercan Kahya, Murat Varlıorpak
Leiterin der Abteilung für Bauausschreibungen: Şule Kök Yıldırım
Leiter der Einkaufsabteilung: Övünç Özgen
Leiter der Abteilung für Maschinenversorgung und Instandhaltung: Murat Koçak
Darüber hinaus stehen auch Ingenieure und Techniker, Kontrollbeamte, Vorarbeiter und leitende Fahrer, die in verschiedenen Kommissionen tätig sind, auf der Liste der Festgenommenen.
Der ehemalige Bürgermeister von Izmir, Tunç Soyer, gab nach seiner Festnahme über seinen Anwalt eine erste Erklärung in den sozialen Medien ab. In seiner Erklärung äußerte er sich wie folgt:
„Liebe Freunde, leider spreche ich durch meine Tochter, die meine Anwältin ist, aus dem Gewahrsam zu euch. Ich habe keinen anderen Kummer als den Kummer meiner Lieben und derer, die mich lieben. Seid versichert: Mein Gewissen ist rein, mein Haupt ist erhoben, und wir haben nichts getan, wofür ihr euch schämen müsstet.
Ich wünsche auch den Familien meiner bürokratischen Kollegen, auf die ich stolz bin, alles Gute und bitte sie, standhaft und geduldig zu bleiben. Was auch immer ihr tut, der Schatten der Dunkelheit, die ihr in der Türkei zu vergrößern versucht, wird nicht auf Izmir fallen. Unser Kampf wird mit zunehmender Kraft weitergehen.“
ES STELLTE SICH HERAUS, DASS EINE PERSON MIT HAFTBEFEHL BEREITS VERSTORBEN WAR
Ein Name auf der Liste der Operation erregte besondere Aufmerksamkeit. Yunus Öz aus dem Stadtteil Bozköy in Torbalı war am 23. April 2024 bei einem Unfall auf seinem Feld ums Leben gekommen, als er unter einen Traktor geraten war. Dennoch wurde bei der gestrigen Operation festgestellt, dass auch gegen Yunus Öz ein Haftbefehl vorlag.