Neues Detail bei der zweiten Operatonswelle in der IMM... Die Person, die Bestechungsgelder erhalten haben soll, ist vor 4 Jahren verstorben
Der ehemalige IMM-Manager und CHP-Politiker Onur Soytürk wies alle Vorwürfe der Bestechung und Geldwäsche gegen ihn zurück, nachdem sein Name in der Untersuchung zur illegalen Villa in Vaniköy gefallen war. Soytürk erklärte: „Mein Schwiegervater ist 2021 verstorben. Ich habe kein Konto bei der HSBC und war nicht in Athen.“ Er betonte, dass es kein Verbrechen sei, für die IMM zu arbeiten oder in der CHP politisch aktiv zu sein.
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Zu den Personen, die im Rahmen der großangelegten Operation gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB), die 53 Personen umfasst, festgenommen wurden, gehört auch Onur Soytürk, der ehemalige Geschäftsführer der İstanbul İmar İnşaat AŞ und CHP-Bürgermeisterkandidat für Zeytinburnu.
Soytürk wurde bei seiner polizeilichen Vernehmung mit den Anschuldigungen von Tolgahan Erdoğan konfrontiert, der bereits im Rahmen der Ermittlungen zum CHP-Parteitag als Auskunftsperson vernommen worden war.
Tolgahan Erdoğan behauptete in seiner Aussage, dass für die Villa in Vaniköy, in der Adnan Oktar lange Zeit wohnte, innerhalb der İBB Bestechungsgelder in Höhe von etwa 10 Millionen US-Dollar gezahlt worden seien. Laut Erdoğans Darstellung seien neben Onur Soytürk auch die İBB-Beauftragte für den Bosporus-Aufbau, Elçin Karaloğlu, der Berater der İmar AŞ, Sinan Akçiçek, und der İBB-Friedhofsleiter, Ayhan Koç, in diesen Prozess involviert gewesen.
Erdoğan gab in seiner Aussage an, dass der Name von Elçin Karaloğlu im Zusammenhang mit dem illegalen Bauprozess in Vaniköy gefallen sei, etwa 10 Millionen Dollar als Bestechungsgelder verteilt worden seien und Sinan Akçiçek den Prozess organisiert habe. Den Vorwürfen zufolge seien 30 Millionen TL an Sinan Akçiçek übergeben worden, wovon er angeblich ein Luxusfahrzeug der Marke Audi A6 oder A8 gekauft habe; zudem hieß es, 5 Millionen TL seien an Ayhan Koç geflossen.
Die bemerkenswerteste Behauptung war jedoch, dass das restliche Geld von Onur Soytürk auf ein HSBC-Konto in Athen auf den Namen seines Schwiegervaters eingezahlt worden sei. Zu den Vorwürfen gehörte auch, dass das Geld bis zur Grenzübergangsstelle mit einem städtischen Leichenwagen transportiert worden sei. Erdoğan behauptete zudem, dass die Russen nach dem Abriss des besagten Gebäudes Druck auf Elçin Karaloğlu ausgeübt hätten und daraufhin Sinan Akçiçek als Berater bei der İmar AŞ eingesetzt worden sei.
„DIE VORWÜRFE SIND VÖLLIG AUS DER LUFT GEGRIFFEN“
Gegenüber diesen schweren Anschuldigungen, die ihm während der Vernehmung vorgehalten wurden, wies Onur Soytürk alle Vorwürfe zurück. In seiner Aussage verteidigte er sich wie folgt:
„Ich hatte keinerlei Beteiligung an dieser Angelegenheit. Mein Schwiegervater ist im Jahr 2021 verstorben. Soweit ich weiß, war er zu Lebzeiten nie in Athen. Ich selbst besitze kein aktives Konto bei der HSBC-Bank. Ich war nicht in Athen und hatte keinerlei materielle oder immaterielle Verbindung zu den genannten Handlungen. Ich habe auch keine solche Geldüberweisung bezeugt.“
Soytürk wurde zudem zu seinen HTS-Aufzeichnungen (Kommunikationsdaten) mit Personen wie Ekrem İmamoğlu, dem ehemaligen Generalsekretär der İBB Can Akın Çağlar, dem İBB-Sprecher Murat Ongun, dem stellvertretenden İBB-Generalsekretär Buğra Gökçe und dem Bürgermeister von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, befragt. Soytürk erklärte, dass er vier Jahre lang als leitender Angestellter bei der İBB tätig war und es daher völlig natürlich sei, dass er mit diesen Personen kommuniziert habe. Zudem betonte er, dass die Tatsache, dass sein Mobiltelefon mit denselben Funkmasten wie das vieler anderer İBB-Mitarbeiter verbunden war, auf die gemeinsame Arbeit im selben Gebäude zurückzuführen sei.
POLITISCHES ENGAGEMENT IST KEINE STRAFTAT
Am Ende seiner Aussage äußerte sich Soytürk auch kritisch zur polizeilichen Hausdurchsuchung, die am frühen Morgen um 06.00 Uhr stattgefunden hatte:
„Aufgrund einer Behauptung, bei der sich leicht feststellen lässt, dass sie erfundene Anschuldigungen enthält, wurden mein Haus und mein Arbeitsplatz durchsucht und ich wurde festgenommen. Eine Führungsposition bei der İBB innezuhaben und sich politisch für die CHP zu engagieren, ist kein Straftatbestand. Diese Aufgaben sind eine Ehre, die ich mein Leben lang tragen werde.“