Opportunisten am Werk: Preise für Erdbeben-Notfalltaschen und Zelte explodieren!
Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2 im Istanbuler Bezirk Silivri wandten sich die Bürger verstärkt Erdbeben-Notfalltaschen und Zelten zu. Während die Verkaufszahlen dieser Produkte auf E-Commerce-Plattformen deutlich anstiegen, fiel auf, dass einige Verkäufer die Preise erhöhten, was vielerorts als „Opportunismus“ kritisiert wurde.
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Das Erdbeben der Stärke 6,2 im Istanbuler Bezirk Silivri hat die Erdbebenrealität der Megacity erneut in aller Deutlichkeit vor Augen geführt.
Die Bürger, die durch den Erdstoß in Panik gerieten, suchten im Freien Schutz. Einige Personen, die die Nacht in Parks und auf offenen Flächen verbringen wollten, bauten Zelte auf, während andere in ihren Fahrzeugen übernachteten.
NACHFRAGE GESTIEGEN, PREISE EBENFALLS
Nach dem Erdbeben stieg das Interesse an Grundbedarfsartikeln wie Erdbeben-Sets und Zelten auf E-Commerce-Seiten schlagartig an. Doch mit diesem Anstieg änderten sich auch die Preispolitiken einiger Verkäufer.
Beispielsweise stieg der Preis für ein Notfallset, das gestern noch für 373 Lira angeboten wurde, nach dem Erdbeben auf 465 Lira. Ähnlich verhielt es sich bei einem Erste-Hilfe-Set, das für 219 Lira verkauft wurde und heute für 389,50 Lira zu finden war.
AUCH ZELTPREISE GESTIEGEN
Die Veränderung bei den Zeltpreisen erreichte ebenfalls bemerkenswerte Ausmaße. Ein Zelt, das als zweiräumig und für 10 Personen geeignet beschrieben wurde, kostete vor dem Erdbeben 8.711 Lira, während der Preis für dasselbe Produkt heute auf 9.480 Lira gestiegen ist.
BEWEGUNG IM IMMOBILIENSEKTOR
Die Auswirkungen des Erdbebens beschränkten sich nicht nur auf Produkte des Grundbedarfs. Der Erdstoß in Istanbul führte auch zu Bewegungen auf dem Immobilienmarkt.
Der stellvertretende Handelsminister Mahmut Gürcan erklärte dazu: „In diesem Prozess werden keinerlei Einstellungen oder Verhaltensweisen toleriert, die darauf abzielen, die schwierige Lage unserer Bürger auszunutzen und als Opportunismus bezeichnet werden können.“
Gürcan fügte hinzu: „Gegen alle natürlichen und juristischen Personen, bei denen ungerechtfertigte Preiserhöhungen festgestellt werden, werden die erforderlichen verwaltungsrechtlichen Sanktionen entschlossen und unverzüglich verhängt“, und betonte, dass man den Prozess genau verfolge.