Schlechte Nachrichten für Bahçeli von regierungsnahem Meinungsforscher! 'Niedrigster Stimmenanteil der letzten 25 Jahre...'
In der neuesten Umfrage des regierungsnahen Leiters von Sonar Araştırma, Hakan Bayrakçı, wurden bemerkenswerte Ergebnisse veröffentlicht. Bayrakçı erklärte, dass die MHP auf den niedrigsten Stimmenanteil der letzten 25 Jahre gefallen sei und dass sich die Wähler der DEM-Partei trotz des sogenannten zweiten Öffnungsprozesses für eine „Türkei ohne Terror“ nicht der Regierung zugewandt hätten.
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Hakan Bayrakçı, Vorsitzender von Sonar Araştırma, bewertete die jüngste Studie zu den politischen Machtverhältnissen in der Türkei.
Als Gast in der YouTube-Sendung von Bahar Feyzan lieferte Bayrakçı wichtige Daten zum sogenannten zweiten Öffnungsprozess für eine „terrorfreie Türkei“, zur Haltung der MHP- und AKP-Basis, zum Verhalten der DEM-Wähler sowie zu den aktuellen Umfragewerten der Parteien.
Bayrakçı erklärte, dass die gesellschaftliche Reaktion auf die Äußerungen von Devlet Bahçeli in diesem Prozess deutlich gespalten sei. Er betonte, dass ein Großteil derjenigen, die diese Aussagen unterstützten, aus dem Lager der DEM-Wähler stamme, gefolgt von MHP- und AKP-Anhängern, was zeige, dass diese Verteilung eine sorgfältige Analyse der Daten erfordere.
REGIERUNG FINDET BEI DEM-WÄHLERN NICHT DIE ERWARTETE RESONANZ
Ein weiteres zentrales Thema der Umfrage waren die Präferenzen der DEM-Wähler. Während nur 18,8 Prozent der Wähler, die sich selbst als DEM-Anhänger definieren, angaben, die Regierung bei der nächsten Wahl unterstützen zu können, erklärten 49,4 Prozent, dass sie für die Opposition stimmen würden. Bayrakçı fasste die Situation mit den Worten zusammen: „Selbst wenn dieser Prozess von der MHP oder der AK-Partei initiiert wurde, zeigt sich kein Bild, das auf eine Hinwendung der DEM-Wähler zur Regierung hindeutet.“
In der Sendung wurde auch die öffentliche Meinung zur Freilassung von Selahattin Demirtaş bewertet. Bayrakçı berichtete, dass 45,3 Prozent der Befragten diese Frage mit „Ja“ beantworteten, was als ein Trend gewertet werden könne, der über Parteigrenzen hinweg reiche. Zudem erinnerte er daran, dass Demirtaş in seinen früheren Kampagnen die Strategie verfolgt habe, eine Partei für die gesamte Türkei zu sein, und fügte hinzu: „Die Position von Demirtaş ist nicht dieselbe wie die von Öcalan.“
Die gleiche Frage bezüglich Abdullah Öcalan führte zu einem gegenteiligen Ergebnis. Bayrakçı gab bekannt, dass in der Umfrage 77,9 Prozent der Befragten mit „Nein, er sollte nicht freigelassen werden“ antworteten, während nur 9,1 Prozent mit „Ja“ stimmten. Er kommentierte: „88 Prozent der Türkei sind in dieser Frage äußerst sensibel.“
MHP AUF DEM TIEFSTEN STAND DER LETZTEN 25 JAHRE
Eines der auffälligsten Ergebnisse der Umfrage war der Rückgang des Stimmenanteils der MHP. Bayrakçı erklärte, dass die MHP ein Niveau erreicht habe, das seit Jahren nicht mehr zu beobachten war: „Wir haben die Partei diesen Monat bei 4,4 Prozent gemessen. Das ist der niedrigste Stand der letzten 25 Jahre.“
Er führte diesen Rückgang darauf zurück, dass die MHP-Wähler die Unterstützung für den aktuellen Prozess nicht vollständig mittragen.
Er führte diesen Rückgang darauf zurück, dass die MHP-Wähler die Unterstützung für den aktuellen Prozess nicht vollständig mittragen.
Bayrakçı merkte an, dass die AKP-Basis dem Thema vorsichtiger gegenüberstehe; die Tendenz zur Unterstützung der Regierung sei zwar vorherrschend, es gebe jedoch einen Schwund von etwa 10 Prozent.
Er äußerte zudem, dass sich die CHP-Wähler insbesondere an der zunehmenden Sichtbarkeit von Öcalan im laufenden Prozess stören.
DEBATTE UM DEN „GRÜNDERVATER“
Auf die Frage nach der Äußerung von Devlet Bahçeli „Wenn niemand geht, gehe ich“ antwortete Bayrakçı, dass diese Haltung Teil einer Strategie sei, keinen Rückzieher zu machen. Er bewertete dies wie folgt: „Wenn Bahçeli einen Rückzieher macht, verliert er bei seiner eigenen Basis an Prestige. Der Ausdruck ‚Gründervater‘ hat bei den MHP-Anhängern für heftige Reaktionen gesorgt.“
KOMMENTAR DER AKP-WÄHLER ZU İMAMOĞLU
In der Sendung wurde auch der Vorwurf der „Spionage“ gegen Ekrem İmamoğlu und sein Team diskutiert. Bayrakçı gab bekannt, dass 53,8 Prozent der Teilnehmer angaben: „Nein, ich glaube nicht, dass er Spionage begangen hat“, während 24,7 Prozent mit „Ja“ antworteten. Bayrakçı betonte, dass selbst ein Teil der AK-Partei-Wähler diesen Vorwurf nicht für realistisch halte, und erklärte, dass die Vielzahl der eingeleiteten Verfahren die Glaubwürdigkeit in den Augen der Wähler verringert habe.
„CHP BEWEGT SICH IM BEREICH VON 35-36 PROZENT“
Bayrakçı wies auf die Bedeutung der persönlichen Eigenschaften eines Kandidaten bei Kommunalwahlen hin und erklärte, dass 53,7 Prozent der Wähler auf die Kriterien des Kandidaten achteten, während der Einfluss der Partei auf 14 Prozent gesunken sei. Er gab an, dass der Stimmenanteil der CHP im Bereich von 35 bis 36 Prozent liege, die Zafer-Partei bei etwa 4 Prozent und die Yeniden Refah-Partei bei 2 bis 2,5 Prozent gemessen werde.