Schockierende Behauptung im Prozess um die Neugeborenen-Bande: 9 Krankenhäuser durch Intervention „gewisser Leute“ gerettet
Die Vorwürfe wegen Korruption im Gesundheitssektor nehmen zu. Im Prozess um die sogenannte „Neugeborenen-Bande“, bei dem 13 Krankenhäuser unter Zwangsverwaltung gestellt und in die Ermittlungen einbezogen wurden, wird behauptet, dass die Ausweitung der Ermittlungen durch Interventionen aus Ankara gestoppt wurde.
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Im Prozess um die „Neugeborenen-Bande“, der im Gesundheitssektor für großes Aufsehen gesorgt hat, wurden das Vermögen des mutmaßlichen Anführers der kriminellen Vereinigung, Fırat Sarı, sowie von 23 weiteren Personen und 3 Unternehmen beschlagnahmt, während für 13 Krankenhäuser eine Zwangsverwaltung angeordnet wurde.
Doch neue Behauptungen, die im Zusammenhang mit dem Fall aufkamen, haben die Debatte weiter angeheizt.
INTERVENTION AUS ANKARA
Die Kolumnistin der Zeitung Nefes, Nuray Babacan, schrieb in ihrem Artikel mit dem Titel „Zeit für das Skalpell im Gesundheitswesen“, dass 9 weitere Privatkliniken, die zusätzlich zu den 13 Krankenhäusern in den Fall hätten einbezogen werden müssen, durch das „Eingreifen gewisser Leute aus Ankara“ vor den Ermittlungen bewahrt wurden.
Laut Babacan wies ein AKP-Politiker darauf hin, dass die Korruption im Gesundheitssektor nicht nur auf Privatkliniken beschränkt sei, und erklärte: „Wenn ein Staatsanwalt an staatlichen und universitären Krankenhäusern ermitteln würde, kämen noch mehr Vorfälle ans Licht als bei der Neugeborenen-Bande. Keines von ihnen ist unschuldig.“
ZUKUNFT DER KRANKENHÄUSER UNGEWISS
Während der Prozess für die 13 genannten Krankenhäuser andauert, wurde bekannt, dass eine Übertragung dieser Einrichtungen an das Gesundheitsministerium nicht geplant ist.
Es kamen zudem Behauptungen auf, dass der Einlagensicherungsfonds TMSF den Krankenhausbesitzern einen „freiwilligen Verkauf“ nahegelegt habe und für einige der Kliniken bereits Käufer bereitstünden.
In Babacans Artikel wird zudem auf Interessenkonflikte in der Branche aufmerksam gemacht und behauptet, dass es Gruppen gebe, die sich darauf vorbereiten, einige der Krankenhäuser zu „übernehmen“.