Şener Üşümezsoy kommentiert das Bursa-Erdbeben: Ist es ein Vorbote eines größeren Bebens?
Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2, das sich am 23. April in Istanbul ereignete, haben die Erschütterungen im Bezirk Gemlik in Bursa die Aufmerksamkeit erneut auf die Marmara-Verwerfung gelenkt. Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Şener Üşümezsoy erläuterte die möglichen Folgen der Erdbeben in Bursa. Ist das Erdbeben von Gemlik in Bursa also ein Vorbote eines größeren Bebens? Hier sind die Einzelheiten...
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Die Türkei wird in den letzten Tagen von einer Reihe von Erdbeben erschüttert. Nach dem Beben der Stärke 6,2, das sich am 23. April in Istanbul ereignete, steht nun der Bezirk Gemlik in Bursa aufgrund aufeinanderfolgender Erschütterungen im Fokus. Zuletzt wurde in Gemlik um 13.57 Uhr ein weiteres Beben der Stärke 4,3 registriert.
Die aufgetretenen Erschütterungen haben in der Bevölkerung erneut die Frage aufgeworfen: „Steht das große Istanbul-Erdbeben kurz bevor?“
Unter Verweis auf japanische Forschungsarbeiten erklärte Üşümezsoy, dass die Verwerfungslinie vor Silivri-Kumburgaz eine Krustendicke von 10 Kilometern aufweise und etwa 50 Kilometer lang sei.
"DIE ENERGIE FÜR DAS GROSSE ERDBEBEN HAT SICH BISHER NICHT ENTLADEN"
In seiner Bewertung führte Üşümezsoy aus: „Wenn diese Verwerfungslinie in einem Stück bricht, erzeugt sie ein Erdbeben der Stärke 6,5. Sollte sie jedoch in zwei Teilen brechen, käme es zu zwei separaten Beben der Stärke 6,2. Dies entspricht insgesamt weniger als der Hälfte der Energie eines Bebens der Stärke 6,5.“