Skandal-Details zur Brandkatastrophe im Grand Kartal Otel... Hier ist die Kette der Versäumnisse, die für 78 Menschen zum Grab wurde

Die Anklageschrift zum Brand im Grand Kartal Otel in Bolu, bei dem 78 Menschen ihr Leben verloren, wurde veröffentlicht. Bei der großen Katastrophe gab es kein Brandmeldesystem, und Flüssiggasleitungen wurden illegal verlegt. Zudem stellte sich heraus, dass das Personal nicht geschult war. Hier sind die massiven Versäumnisse bei der Tragödie...

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Skandal-Details zur Brandkatastrophe im Grand Kartal Otel... Hier ist die Kette der Versäumnisse, die für 78 Menschen zum Grab wurde

Während die Ermittlungen zu dem Brand im Grand Kartal Hotel in Kartalkaya, einem der beliebten Wintersportzentren von Bolu, bei dem 78 Menschen ums Leben kamen, vertieft werden, kommen die Ketten der Versäumnisse nach und nach ans Licht.

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In der von der Generalstaatsanwaltschaft Bolu erstellten Anklageschrift werden für 13 Personen wegen des Vorwurfs der „Tötung mit bedingtem Vorsatz“ Haftstrafen von bis zu 1998 Jahren gefordert, während für 19 weitere Personen wegen „fahrlässiger Tötung mehrerer Personen“ Haftstrafen von bis zu 22 Jahren und 6 Monaten beantragt wurden.

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KEIN NOTFALLDURCHSAGESYSTEM VORHANDEN

Eines der auffälligsten Details in den technischen Feststellungen der Anklageschrift ist, dass das Hotel über kein Notfalldurchsagesystem verfügte. Es wurde festgestellt, dass weder ein automatisches noch ein manuelles Durchsagesystem installiert war, das bei einem möglichen Brand oder ähnlichen Notfällen hätte aktiviert werden müssen.

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Dieser Mangel verhinderte, dass die Gäste während des Brandes rechtzeitig über den Vorfall informiert wurden.

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WEDER BRANDSCHUTZSCHULUNG NOCH ÜBUNGEN

In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft heißt es, dass das Hotelpersonal keinerlei Schulungen zu Bränden und Notfällen erhalten habe, keine Übungen durchgeführt wurden und nach 2022 nicht einmal ein Arbeitssicherheitsfachmann beauftragt worden sei.

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Zudem wurde betont, dass die Aufzüge des Hotels nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprachen und diese Mängel zur Erhöhung der Opferzahlen beitrugen.

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LPG-ANLAGE OHNE PROJEKT UND GENEHMIGUNG VERLEGT

Es wurde angegeben, dass die LPG-Anlage einer der Faktoren war, die das Ausmaß des Brandes begünstigten. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Anlage auf keinem Ingenieurprojekt und keiner offiziellen Genehmigung basierte, sondern unsachgemäß verlegt worden war. Dieses schwere Versäumnis spielte eine Schlüsselrolle dabei, dass die Katastrophe dieses Ausmaß erreichte.

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ALARM LÖSTE NICHT AUS, KEINE ÜBUNGEN DURCHGEFÜHRT

Die Hotelangestellte Fidan Kurç gab an, dass sie während ihrer gesamten Arbeitszeit keine Brandschutzschulung erhalten habe, keine Übungen durchgeführt worden seien, sie den Feueralarm nicht gehört habe und die Feuertreppe nicht gesehen habe.

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Der Bäcker Mehmet Gündüz erklärte, dass er während des Brandes nach einem Feuerlöscher gesucht, aber keinen gefunden habe, die Feuermeldetaster nicht gesehen habe, keinen Alarmton gehört habe und in vier Saisons keine einzige Brandschutzübung miterlebt habe.

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Auch die anderen Hotelangestellten Samet Taşdöven, Hakan Murat Yuca, Ahmet Yavuz, Celal Kozan, Nevzat Aydın, Ergin Aydoğan, Tanju Aydın, Hüseyin Biçer, Eren Yıldırım, Burak Sınmaz, Tahsin Öztürk, Mehmet Ayhan und Mehmet Kuran gaben in ihren Aussagen an, dass sie keine Brandschutzschulung erhalten hätten und keine Übungen durchgeführt worden seien.

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WIDERSPRÜCHLICHE AUSSAGEN: ZWEI MANAGER WIDERSPRACHEN SICH GEGENSEITIG

Einer der bemerkenswertesten Punkte in der Anklageschrift sind die widersprüchlichen Aussagen der Hotelmanager. Hotelmanager Zeki Yılmaz erklärte, dass im Grand Kartal Hotel keine Brandschutzübungen durchgeführt worden seien, sondern dass die Übungen in einer anderen Einrichtung namens Gazelle Hotel, die Halit Ergül gehört, stattgefunden hätten und die dortigen gemeinsamen Mitarbeiter als an den Übungen teilnehmend gezählt worden seien.

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Der Eigentümer des Hotels, Halit Ergül, verteidigte sich hingegen mit folgenden Worten:

„Im Hotel sind Feuertreppen vorhanden. Wir haben zuvor mit dem Elektriker überprüft, ob die Feuermeldetaster funktionieren. Der Elektriker des Hotels ist für diese Taster verantwortlich. Im Hotel wird alle zwei Jahre eine Übung durchgeführt und das gesamte Personal nimmt an diesen Übungen teil. Diese Übungen werden vor der Saison durchgeführt.“

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Die erstellte Anklageschrift wurde dem Schwurgericht Bolu vorgelegt. Die Angeklagten werden in den kommenden Tagen vor Gericht erscheinen.