Skandal in der Kantine des türkischen Parlaments: Günstiges Essen wird eingepackt und mit nach Hause genommen
Die preiswerten Kantinen des Parlaments werden nicht nur von Abgeordneten, sondern auch von ehemaligen Abgeordneten und deren Angehörigen überfüllt. Der in letzter Zeit zunehmende Andrang, Personen, die sich Essen einpacken lassen und mit nach Hause nehmen, sowie Gruppen, die dort ihre Treffen abhalten, haben das Personal verärgert. Die Verwaltung plant nun eine Begrenzung der Kontingente.
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Während die Türkei mit der Wirtschaftskrise kämpft, stehen die preiswerten Kantinen der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) häufig in der Kritik. Doch diesmal geht es nicht um die Preise der Speisen, sondern um die Überfüllung und den Missbrauch der Einrichtungen.
Die sozialen Einrichtungen innerhalb und außerhalb des Parlamentsgeländes werden nicht nur von Abgeordneten genutzt, sondern stehen auch ehemaligen Abgeordneten und deren Angehörigen offen.
DER VORTEIL „ANGEHÖRIGER EINES ABGEORDNETEN“
Laut einem Bericht der Zeitung Nefes kommen einige Angehörige von Abgeordneten mit ihren Familien oder sogar in Gruppen von 15 bis 20 Personen zusammen mit Freunden in die Kantinen. Diese Gruppen ziehen die Einrichtungen der Nationalversammlung einem Restaurant- oder Cafébesuch außerhalb vor und beschränken sich nicht nur auf das Essen; teilweise besetzen sie ganze Tische für private Treffen.
Der Skandal beschränkt sich jedoch nicht darauf. Es wurde bekannt, dass einige Personen Speisen wie Grillgerichte, Gebäck oder Desserts aus der Kantine einpacken lassen und mit nach Hause nehmen.
Trotz aller Warnungen der Mitarbeiter nutzen diejenigen, die sich auf ihre Verwandtschaft zu einem Abgeordneten berufen, diesen Service weiterhin. Diese Situation hat die Mitarbeiter der Einrichtungen an den Rand der Verzweiflung gebracht.
PARLAMENTARISCHE VERWALTUNG GREIFT EIN
Aufgrund dieser Überlastung und des Missbrauchs der Einrichtungen ist die Parlamentsverwaltung aktiv geworden. Die Verwaltung prüft derzeit die Einführung einer „Kontingentregelung“, um insbesondere die Nutzung durch Angehörige von Abgeordneten und deren Gäste einzuschränken.
Damit soll sowohl die Arbeitsbelastung des Personals verringert als auch sichergestellt werden, dass die Einrichtungen denjenigen dienen, die sie tatsächlich benötigen.