Skandal-Plädoyer im Unfallfall der Tochter des ehemaligen Kızılay-Präsidenten Kerem Kınık: Er habe sich selbst zu Boden geworfen
Im Fall des Verkehrsunfalls, der von Fatma Zehra Kınık Demir, der Tochter des ehemaligen Kızılay-Präsidenten Kerem Kınık, verursacht wurde, wurde das Plädoyer verlesen. Dem erstellten Plädoyer zufolge wird behauptet, dass Batın Barlas Çeki, der bei dem Unfall ums Leben kam, sich selbst zu Boden geworfen habe.
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Bei dem Unfall, der sich am 9. Juli im Istanbuler Stadtteil Beykoz ereignete und von Fatma Zehra Kınık Demir, der Tochter des ehemaligen Kızılay-Präsidenten Kerem Kınık, verursacht wurde, kam eine Person ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.
Im Rahmen der nach dem Unfall eingeleiteten Ermittlungen wurde dem Verfahren ein technisches Sachverständigengutachten hinzugefügt.
Es wurde festgestellt, dass sich der Unfall ereignete, als das von Fatma Zehra Kınık Demir gesteuerte Auto im Stadtteil Kavacık mit einem Motorrad zusammenstieß.
Der Motorradfahrer Yavuz Selim Öztürk und der hinter ihm sitzende Batın Barlas Çeki stürzten durch die Wucht des Aufpralls zu Boden, während das führerlose Fahrzeug weiterfuhr und Fußgänger auf dem Gehweg erfasste. Bei dem Vorfall schlug Batın Barlas Çeki, der vom Motorrad gestürzt war, mit dem Kopf gegen einen Betonpoller auf dem Gehweg und verstarb.
ER HABE SICH SELBST ZU BODEN GEWORFEN
Wie aus einem Bericht von BirGün hervorgeht, wurden die Details des Vorfalls in einem Gutachten dargelegt, das vom forensischen IT-Experten Mustafa Sansar erstellt wurde.
In dem Gutachten heißt es: „Die Fahrerin lenkte das Motorrad nach rechts und fuhr auf den Gehweg; in diesem Moment warf sich der Passagier auf dem Rücksitz des Motorrads (Batın Barlas Çeki) selbst zu Boden, woraufhin das Motorrad gegen die Poller auf der rechten Seite prallte und anschließend zum Stehen kam, nachdem es Fußgänger auf dem Gehweg erfasst hatte.“
HAFTSTRAFE FÜR KINIK DEMIR GEFORDERT
Es wurde angegeben, dass Fatma Zehra Kınık Demir nach dem Unfall festgenommen, jedoch vom Gericht für die Dauer des Verfahrens auf freien Fuß gesetzt wurde.
Gegen Kınık Demir wird wegen „fahrlässiger Tötung und Körperverletzung“ eine Freiheitsstrafe von 2 bis 15 Jahren gefordert.
In einem zuvor erstellten Sachverständigengutachten zu dem Vorfall war hingegen festgestellt worden, dass Kınık Demir die alleinige Schuld trage. In dem Gutachten wurde erklärt, dass Fatma Zehra Kınık Demir bei dem Unfall „zu 100 Prozent schuld“ sei und die gesamte Verantwortung für den Vorfall bei ihr liege.
Nach dem Tod des 17-jährigen Batın Barlas Çeki löste der Unfall bei der Familie und im Umfeld große Trauer aus, während das Gerichtsverfahren zum Unfallhergang andauert.
Der Anwalt von Fatma Zehra Kınık Demir hat das Gutachten dem Gericht vorgelegt und bereitet derzeit die Verteidigung seiner Mandantin vor. Die Ermittlungen und das Gerichtsverfahren zu dem Vorfall werden in den kommenden Tagen fortgesetzt.