Szenarien zur Präsidentschaftskandidatur in der CHP: Brisante Kulissengespräche zum IBB-Prozess in den regierungsnahen Medien!
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Das gegen Ekrem İmamoğlu verhängte Urteil wegen Beleidigung, das eine Haftstrafe und ein politisches Betätigungsverbot vorsieht, wurde vom Istanbuler Regionalgericht bestätigt. Während darauf hingewiesen wird, dass das Urteil vor den Kassationshof (Yargıtay) gebracht wird, ist die Frage, ob İmamoğlu mit einem politischen Verbot belegt wird, zu einem der zentralen Themen der politischen Agenda geworden.
BESTÄTIGUNG DURCH DAS BERUFUNGSGERICHT
Das Istanbuler Regionalgericht hat die gegen Ekrem İmamoğlu verhängte Strafe wegen Beleidigung von Mitgliedern des Hohen Wahlrats (YSK) als rechtmäßig befunden. Damit ist die Strafe von 2 Jahren, 7 Monaten und 15 Tagen Haft sowie der Entzug der Rechte gemäß Artikel 53 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK), der ein „politisches Betätigungsverbot“ beinhaltet, rechtskräftig geworden.
Das Gericht korrigierte jedoch aufgrund eines Berechnungsfehlers die Strafe ohne erneute Verhandlung auf 1 Jahr, 19 Monate und 15 Tage. Die endgültige Entscheidung in diesem Fall wird der Kassationshof treffen.
WER WIRD DER KANDIDAT DER CHP SEIN?
Nach der Entscheidung kam die Frage auf: „Wer wird der Kandidat der CHP sein, falls İmamoğlu ein politisches Betätigungsverbot erhält?“
„SOBALD DER KASSATIONSHOF DAS URTEIL AUFHEBT, KANN İMAMOĞLU KANDIDIEREN“
Der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar, der in der Sendung „Medya Kritik“ bei TGRT Haber sprach, erinnerte daran, dass İmamoğlu kandidieren könne, falls der Kassationshof das Urteil aufhebe, und sagte: „Das Urteil kann nicht als 'İmamoğlu kann nicht kandidieren' interpretiert werden. Sobald der Kassationshof es aufhebt, kann İmamoğlu kandidieren.“
„YAVAŞ IST DER STÄRKSTE POTENZIELLE KANDIDAT“
Tayyar wies zudem auf die Möglichkeit einer Bestätigung durch den Kassationshof hin und äußerte: „Wenn İmamoğlu nicht zur Verfügung steht, ist Yavaş der stärkste potenzielle Kandidat.“
„ÖZGÜR ÖZEL WIRD KANDIDAT“ – EINE NEUE THESE
Fatih Atik, der Ankara-Korrespondent von TGRT Haber, deutete auf ein anderes Szenario hin und kommentierte: „Die CHP wird anfangen, über ihren neuen Kandidaten zu sprechen. Der nächste Kandidat wird Özgür Özel sein.“ Atik argumentierte, dass in der Front der größten Oppositionspartei nun eine neue Ära begonnen habe.
Özel hatte in früheren Erklärungen geäußert, dass er selbst nicht als Präsidentschaftskandidat antreten werde, falls die Kandidatur von İmamoğlu verhindert werden sollte.
„IBB-ERMITTLUNGEN KÖNNEN JAHRE DAUERN“
Cem Küçük, Kolumnist der regierungsnahen Zeitung Türkiye, erklärte hingegen, dass das einzige Hindernis für eine Kandidatur İmamoğlus die Ermittlungen wegen eines angeblich gefälschten Diploms seien.
Küçük bewertete die Lage wie folgt: „Außer dem Diplom gibt es kein Hindernis für die Kandidatur von Ekrem Bey. Die Ermittlungen gegen die Stadtverwaltung Istanbul (IBB) dauern im besten Fall 3,5 Jahre.“