Terroristenführer Öcalan rief auf, PKK antwortete: Was passiert nun im neuen Öffnungsprozess?
Es wurde berichtet, dass vor dem Aufruf des Terroristenführers Abdullah Öcalan zur Niederlegung der Waffen ein intensiver Austausch zwischen Imralı und hochrangigen staatlichen Quellen stattfand. Zudem wurde bekannt, dass das Treffen der Imralı-Delegation der DEM-Partei mit Öcalan, bei dem das Aufrufschreiben entgegengenommen wurde, mit zwei separaten Kameras aufgezeichnet wurde. Darüber hinaus wurden Details dazu bekannt, was im neuen Öffnungsprozess als Nächstes zu erwarten ist.
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Im Rahmen des neuen Prozesses, der mit dem Händeschütteln des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli mit Abgeordneten der DEM-Partei bei der Eröffnung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) und seinem Aufruf für den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, begann, traf sich das Imralı-Komitee der DEM-Partei am 27. Februar zum dritten Mal mit dem Terroristenführer Öcalan.
Das aus sieben Personen bestehende Komitee verlas nach dem Treffen Öcalans Aufruf zur Waffenabgabe. Neue Details zu den drei Treffen zwischen dem Imralı-Komitee der DEM-Partei und dem Terroristenführer Abdullah Öcalan wurden bekannt.
Dem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge gab es vor Öcalans Aufruf zur Waffenabgabe einen intensiven Austausch zwischen Imralı und hochrangigen staatlichen Sicherheitsbehörden. Es wurde bekannt, dass der Text des Aufrufs mehrfach geprüft wurde und seine endgültige Fassung am 25. Februar erhielt.
Vom dritten Treffen stammt auch das erste Foto des Terroristenführers Öcalan seit Jahren. Auf dem Foto fiel das Mikrofon auf dem Tisch auf.
Dem Bericht zufolge wurde der Besuch des DEM-Partei-Komitees auf Imralı am Vortag, um das Aufrufschreiben entgegenzunehmen, von zwei separaten Kameras aufgezeichnet. Das kleine Ansteckmikrofon auf dem Foto, auf dem das Imralı-Komitee und Öcalan gemeinsam zu sehen sind, wurde während der Aufnahme auf dem Tisch platziert.
Diese Aufnahme entstand, während Öcalan den von ihm eigenhändig verfassten Aufruftext vorlas.
Nach diesen Entwicklungen stellt sich die Öffentlichkeit die Frage, was als Nächstes geschehen wird. Hochrangige Sicherheitsquellen gaben an, dass der weitere Prozess bereits festgelegt sei. Der gesamte Ablauf, bis hin zur Einberufung des Kongresses durch die Organisation und der Entscheidung zur Auflösung, werde vom Staat beobachtet. Es wird geschätzt, dass dieser Prozess maximal 3-4 Monate dauern könnte und Ende Juni die zweite Phase eingeleitet werden könnte. Es heißt, dass die Besuche auf Imralı auch in diesem Zeitraum fortgesetzt werden.
Es wurde erklärt, dass der Staat keinerlei Schritte unternehmen, keine Versprechen abgeben und keine Bedingungen diskutieren werde, bis der Kongress einberufen, die Auflösungsentscheidung getroffen und konkrete Ergebnisse sichtbar seien. Nach der Auflösung sollen technische Details erarbeitet werden.
Themen wie der Verbleib der Waffen im Besitz der Organisation, deren Registrierung, die Ausreise hochrangiger Organisationsmitglieder in Drittstaaten sowie die Frage, ob Organisationsmitglieder, die keine Vorstrafen haben oder nicht an Aktionen beteiligt waren, in die Türkei zurückkehren können, werden behandelt.
Quellen aus der AKP äußerten, dass nach Abschluss all dieser Prozesse einige Schritte unter dem Titel „Demokratischer Wandel des Staates“ auf parlamentarischer Ebene zur Diskussion gestellt werden könnten.
ERDOĞAN WIRD HEUTE EINE BOTSCHAFT ÜBERMITTELN
Auch für mögliche negative Entwicklungen und Provokationen während des Prozesses der Waffenabgabe und Auflösung wurden alle Planungen getroffen. Ein Stopp der Anti-Terror-Operationen des Staates steht nicht zur Debatte. In diesem Prozess werden zudem keine Schritte unternommen, die Familien von Märtyrern verletzen oder kränken könnten oder die eine Amnestie für Öcalan bedeuten würden. Es wurde erklärt, dass der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan heute bei einem Iftar-Programm, an dem er gemeinsam mit Familien von Märtyrern teilnimmt, wichtige Botschaften zum Thema „Türkei ohne Terror“ übermitteln werde.
PKK VERÖFFENTLICHT WAFFENSTILLSTANDSERKLÄRUNG
Nach Öcalans Aufruf zur Waffenabgabe gab die Terrororganisation PKK eine Waffenstillstandserklärung ab. In der Erklärung hieß es: „Wir folgen dem Aufruf von Öcalan.“ Die Organisation forderte zudem, dass Öcalan den Kongress leitet und freigelassen wird.