„Versäumnisse“ bei Zeyreks Tod einzeln dokumentiert! Warum fehlte der RCD?
Ein Sachverständigengutachten zum Stromschlagunfall, bei dem der Bürgermeister der Stadtverwaltung Manisa, Ferdi Zeyrek, ums Leben kam, wurde veröffentlicht. Der Bericht stellt fehlerhafte Anschlüsse, nicht funktionierende Schutzschalter und schwerwiegende Versäumnisse fest. Diese Versäumnisse, kombiniert mit einem nassen Boden, führten zu dem tödlichen Stromschlag.
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Im Rahmen der Ermittlungen zum Tod des Bürgermeisters der Stadtverwaltung Manisa, Ferdi Zeyrek, der durch einen Stromschlag ums Leben kam, liegt nun ein Sachverständigengutachten vor.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, über den Sözcü berichtete, wurden im Energieversorgungsraum des Pools, in dem sich der Vorfall ereignete, gravierende Mängel bei der elektrischen Sicherheit festgestellt. Es wurde vermerkt, dass die Schutzschalter, die eigentlich Menschenleben schützen sollten, nicht auslösten und dass es Fehler bei den Anschlüssen sowie erhebliche Abnutzungserscheinungen an der Ausrüstung gab.
Es wurde betont, dass der nasse Boden den Widerstand verringerte und somit die tödliche Stromstärke erhöhte.
FEHLERHAFTE ANSCHLÜSSE FESTGESTELLT
Insbesondere wurde festgestellt, dass es in dem Bereich, der den Unfall verursachte, sowie an den Schrauben zu feuchtigkeitsbedingter Korrosion gekommen war und fehlerhafte Anschlüsse vorlagen, die nicht den geltenden Normen entsprachen.
All diese Punkte wurden im Bericht mit Fotos dokumentiert. Die Geräte, die Menschenleben vor Stromschlägen schützen sollen, wurden gezielt getestet. Zwischen der Metalltreppe und dem Metallrahmen wurde eine Spannung von 67 Volt gemessen. Bei dieser Messung wurde festgestellt, dass die sogenannten RCD- und MCB-Schutzschalter, die Menschen vor einem möglichen Stromschlag bewahren sollen, nicht ansprachen.
LECKAGE AN DER MOTORABDECKUNG
Es stellte sich heraus, dass das Innere des Einspeisepunkts an der Pumpenmotorabdeckung des Pools Feuchtigkeit und stellenweise Wasseransammlungen aufwies. Ingenieure teilten zudem mit, dass Anzeichen von Verbrennungen vorhanden seien und aus dem Inneren der Abdeckung ein Brandgeruch wahrnehmbar sei.
Des Weiteren wurde beobachtet, dass die Dichtung zwischen der Abdeckung am Motoreinspeisepunkt und dem Motor beschädigt war, was die Anfälligkeit für Feuchtigkeit und Wassereintritt erhöhte.
WARUM GAB ES KEINEN SCHUTZSCHALTER?
Im Ergebnis- und Schlussfolgerungsteil des Berichts wurden insbesondere folgende Punkte aufgeführt:
Es wäre angebracht zu untersuchen, warum der 30-mA-RCD, der die Stromkreise schützen sollte und sich am Wohnungseingang befinden müsste, nicht vorhanden war, und falls er zuvor vorhanden war, von wem er entfernt wurde.
Es wäre angebracht zu untersuchen, ob eine vorsätzliche Manipulation von außen an der Einspeiseabdeckung und den internen Wicklungen des Motors vorgenommen wurde.
Untersuchung, ob der Poolpumpenmotor zuvor gewartet wurde (um die Person zu finden, die an dem Motor gearbeitet hat).
Es wäre angebracht zu untersuchen, ob die Abnahme- und Wartungsarbeiten für die Installation im Schaltschrank des Pool-Energieversorgungsraums durchgeführt wurden und ob Tests am Fehlerstromschutzschalter vorgenommen wurden.
„MUSS UNTERSUCHT WERDEN“
Es wäre angebracht zu untersuchen, ob zuvor Erdungsmessungen im Pool-Energieversorgungsraum durchgeführt wurden. (Durch die Bauaufsichtsbehörde, private Firmen usw.)
Es wurde festgestellt, dass das am Unfallort erwähnte Filtersystem, das laut Angaben erst wenige Tage zuvor installiert wurde, lediglich den gleichen Einspeisepunkt nutzte, aber keine direkte Verbindung zur Abdeckung, den Wicklungen oder dem Einspeisepunkt des Poolmotors hatte. Es wäre angebracht zu untersuchen, von wem und an welchem Datum die letzte Wartung oder Manipulation am Motor vor dem Vorfall durchgeführt wurde und ob während der Wartung bereits bestehende Probleme bekannt waren.
NASSER BEREICH FÜHRTE ZU ERHÖHTEM STROMFLUSS
Es wäre angebracht festzustellen, wer für das nicht normgerechte Design, die Auswahl der Ausrüstung und die Montage des Energieversorgungsraums im Poolbereich verantwortlich war.
Im Bericht wird klar dargelegt, dass die Nässe des Bereichs aufgrund der oben beschriebenen Bedingungen den Widerstand senkte und somit zu einer Erhöhung des berechneten Stromflusses führte, was im Zusammenhang mit Zeyreks Tod steht.