Verschleierte Drohung von Trumps rechter Hand gegen die Türkei
Lindsey Graham, eine einflussreiche Persönlichkeit im US-Senat, äußerte sich in den sozialen Medien drohend zu den Behauptungen, die Türkei bereite eine mögliche Operation in Syrien vor. Graham forderte die Regierungen in Syrien und der Türkei dazu auf, 'eine kluge Wahl zu treffen'.
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Die jüngsten Entwicklungen in Syrien spiegeln sich in der Haltung der Akteure in der Region wider. Informationen aus schriftlichen und visuellen Quellen zufolge entsendet die SDF, der syrische Ableger der Terrororganisation PKK/YPG, bewaffnete Militante in verschiedene Teile Syriens und erschwert damit den aktuellen Prozess in der Region.
Das türkische Verteidigungsministerium signalisiert hingegen, dass es bei einer offiziellen Anfrage aus Syrien bereit wäre, sich mit militärischer Unterstützung an einer Operation gegen die SDF zu beteiligen.
Von US-amerikanischer Seite ließen Erklärungen zu diesen Entwicklungen nicht lange auf sich warten. Der Republikaner Lindsey Graham, bekannt für seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seit Jahren für seine Ankara-kritischen Äußerungen berüchtigt, steht erneut im Mittelpunkt.
In zwei aufeinanderfolgenden Beiträgen auf seinem persönlichen X-Account (ehemals Twitter) erklärte Graham, dass man einen Angriff auf seine 'kurdischen Verbündeten', die seiner Ansicht nach im Norden Syriens effektiv gegen den IS vorgegangen seien, nicht akzeptieren werde, und äußerte sich wie folgt:
'Ich werde einen dreisten Angriff auf unsere kurdischen Verbündeten weder tolerieren noch akzeptieren. Ich appelliere an die syrische Regierung und die Türkei: Treffen Sie eine kluge Wahl.'
In einem weiteren Beitrag in den sozialen Medien mitten in der Nacht äußerte Graham seine wachsende Besorgnis über eine mögliche türkisch-syrische Zusammenarbeit in Syrien. Graham wies darauf hin, dass sich IS-Gefangene unter der Kontrolle der SDF befänden, und betonte, dass eine Rückkehr dieser Personen auf das Schlachtfeld ein großes Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstelle.
'Die Kurden waren unser wichtigster Partner bei der dauerhaften Niederlage des IS in Syrien. Ich bin zunehmend besorgt darüber, dass die neue syrische Regierung ein Bündnis mit der Türkei gegen die Kurden schmiedet. Zudem liegt die Kontrolle über etwa 9.000 Gefangene, die aus gefährlichen IS-Elementen bestehen, in ihren Händen. Es ist für uns von entscheidender Bedeutung, dass diese Gefangenen nicht freikommen.
Ich unterstütze es, der neuen syrischen Regierung eine faire Chance zu geben; sollte jedoch die von der Türkei unterstützte syrische Armee gegen die Kurden vorgehen, könnten sich die Dynamiken in der Region grundlegend ändern.
Ich bin davon überzeugt, dass es im US-Kongress eine starke und umfassende parteiübergreifende Unterstützung geben wird, um sich einem solchen Schritt entgegenzustellen. Sollte man in diesem Stadium glauben, dass ich oder andere Kongressabgeordnete nicht beunruhigt wären, wenn die IS-Gefangenen statt von den Kurden von der syrischen Armee oder türkischen Kräften bewacht würden, so wäre das ein großer Irrtum. Treffen Sie Ihre Wahl klug.'