Vetternwirtschafts-Skandal bei der PTT: CHP-Abgeordneter legt Dokumente offen
Der CHP-Abgeordnete für Gaziantep, Hasan Öztürkmen, hat Schriftwechsel veröffentlicht, die ein System der Vetternwirtschaft bei der Personaleinstellung der PTT belegen. Öztürkmen erklärte, dass von AKP-Vorstandsmitgliedern Empfehlungen für einzustellende Personen eingeholt wurden.
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Nachrichten, die belegen, dass bei der Personaleinstellung der PTT anstelle von Qualifikation ein System der Vetternwirtschaft etabliert wurde, sind in den sozialen Medien durchgesickert.
Der CHP-Abgeordnete für Gaziantep, Hasan Öztürkmen, teilte der Presse Schriftwechsel, die in einer WhatsApp-Gruppe des AKP-Provinzverbands Gaziantep geteilt wurden.
In den Nachrichten ist zu sehen, wie AKP-Vorstandsmitglieder aufgefordert werden, Namen für einzustellende Personen zu übermitteln.
Dem durchgesickerten Schriftwechsel zufolge wurden die AKP-Vorstandsmitglieder dazu angehalten, jeweils den Namen eines Kandidaten zu nennen, der den festgelegten Kriterien entspricht. In der Nachricht wurde darauf hingewiesen, dass bei einer Überschreitung der festgelegten Quote ein Losverfahren durchgeführt werde und die Mitglieder, die Referenzen abgegeben haben, auch bei künftigen Einstellungen berücksichtigt würden. Zudem wurde in dem Schriftwechsel betont, dass das Thema vertraulich zu behandeln sei.
''DIESER SKANDAL IST EIN DOKUMENT EINER GROSSEN SCHANDE''
Hasan Öztürkmen sagte: "Diese Dokumente legen das System der Vetternwirtschaft in öffentlichen Einrichtungen offen. In einem normalen Land würden diese Schriftwechsel für einen politischen Erdbeben sorgen. Doch unsere Bürger erleben die Hoffnungslosigkeit dieses Systems bereits seit Jahren."
Öztürkmen kritisierte das Vetternwirtschaftssystem bei der PTT und betonte, dass dieses ungerechte System qualifizierte junge Menschen benachteilige und der Gesellschaft großen Schaden zufüge.
Öztürkmen äußerte sich wie folgt: "Wir haben viele unserer jungen Menschen wie Mert Akdoğan und Doğuş Can Kavaklı, die in Vorstellungsgesprächen aussortiert wurden, wegen dieses Systems verloren. Wir werden zu diesem System nicht schweigen und weiter für die Gerechtigkeit kämpfen."
Vonseiten der Regierungsvertreter liegt bisher noch keine Stellungnahme zu den Schriftwechseln vor.