Während einer Live-Übertragung von der israelischen Polizei festgenommen: Hintergründe der 9-stündigen Befragung enthüllt

Das CNN Türk-Team, bestehend aus dem Korrespondenten Emrah Çakmak und dem Kameramann Halil Kahraman, wurde während einer Live-Übertragung aus Israel von der israelischen Polizei festgenommen. Nach einem 9-stündigen Verfahren wurden die beiden Journalisten wieder freigelassen und berichteten nun über die ihnen gestellten Fragen sowie den Ablauf der Ereignisse.

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Während einer Live-Übertragung von der israelischen Polizei festgenommen: Hintergründe der 9-stündigen Befragung enthüllt

Die beiden türkischen Journalisten, die während ihrer Berichterstattung über die Entwicklungen in Israel mit einem Eingriff konfrontiert wurden, teilten Details zum Ablauf der Festnahme mit. Das Team, das während der Live-Übertragung von der israelischen Polizei gestoppt wurde, wurde auf die Wache gebracht, befragt und anschließend wieder freigelassen.

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Nach der Festnahme gab die israelische Polizei eine schriftliche Erklärung ab. Darin wurde behauptet, dass Polizeikräfte im Raum Tel Aviv aufgrund eines Hinweises bei der Notrufzentrale zwei ausländische Staatsangehörige festgenommen hätten, da der Verdacht bestand, dass diese eine Sicherheitseinrichtung per Live-Übertragung dokumentierten.

In der Polizeierklärung hieß es, die Journalisten seien aufgefordert worden, die Aufnahmen zu stoppen, bei der Identitätskontrolle sei festgestellt worden, dass ihre Presseausweise abgelaufen seien, und sie seien für eine detailliertere Befragung an einen anderen Ort gebracht worden.

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„FESTNAHME WÄHREND DER AUFNAHME“

Reporter Emrah Çakmak erklärte, dass sie seit einigen Tagen in Israel berichteten und bereits zuvor im Land tätig gewesen seien. Çakmak gab an, dass sie den Presseausweis bei der israelischen Rundfunkbehörde beantragt hätten und über alle rechtlichen Genehmigungen verfügten. Er sagte, sie seien festgenommen worden, während sie Aufnahmen machten, um die Lage auf den Straßen in Tel Aviv zu zeigen.

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„DER BEREICH WAR EIN ORT DES ZIVILEN LEBENS“

Çakmak berichtete, dass sich ihr Standort in einem Bereich befand, in dem zuvor Familien von Geiseln demonstriert hatten, sich im Hintergrund ein Museum befand und auf der gegenüberliegenden Seite ein Areal lag, das später als militärisches Gelände bezeichnet wurde. Er betonte, dass die umliegenden Geschäfte geöffnet waren und die Menschen ihrem Alltag nachgingen.

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Çakmak erklärte, dass bei der Befragung gezielt danach gefragt wurde, warum die Kamera auf einen bestimmten Punkt gerichtet war. Er berichtete, dass eine Person zu ihnen gekommen sei, sie nach ihrer Identität und dem Grund der Aufnahmen gefragt habe, woraufhin sie erklärt hätten, dass sie Journalisten seien und über die aktuellen Ereignisse berichteten.

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9 STUNDEN WARTEN UND TELEFONÜBERPRÜFUNG

Die Journalisten gaben an, dass sie lange Zeit ohne Informationen warten mussten und ihnen der Wunsch, ihren Sender zu informieren, verwehrt wurde. Später sei es auf Initiative des Kameramanns Halil Kahraman erlaubt worden, ein kurzes Telefonat mit dem TV-Gruppenchef von Demirören Medya, Murat Yancı, zu führen.

Sie berichteten, dass das Polizeifahrzeug eng gewesen sei, ihnen das Sprechen untersagt wurde und sie nicht darüber informiert wurden, wohin sie gebracht würden. Erst später hätten sie verstanden, dass sie zu einer Polizeistation gebracht wurden.

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KREUZVERHÖR UND DIE „IRAN“-FRAGE

Die Journalisten berichteten, dass zwei Personen, die ihre Identität nicht preisgaben, ein Kreuzverhör durchführten. In der Befragung seien Fragen gestellt worden wie: Wann sie angekommen seien, über welchen Grenzübergang sie eingereist seien, ob sie schon einmal zuvor dort gewesen seien, wen sie in Israel getroffen hätten, ob sie in den Iran gereist seien und wo sie in Istanbul lebten.

Besonders die Frage, ob sie in den Iran gereist seien, sei auffällig gewesen.

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TELEFONE BESCHLAGNAHMT

Während der Befragung seien die Telefone untersucht, die Fotogalerien kontrolliert und Fragen zu einem Jahre alten Foto gestellt worden. Die Namen und Nummern der Personen, die sie in Israel getroffen hatten, seien notiert worden; das Telefon des Kameramanns Halil Kahraman sei auf die gleiche Weise untersucht worden.

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NACH 9 STUNDEN FREIGELASSEN

Die Journalisten erklärten, dass sie während des gesamten Prozesses hingehalten wurden und insgesamt 9 Stunden in Gewahrsam blieben. Nach ihrer Freilassung seien sie nicht an den Ort gebracht worden, an dem ihr Fahrzeug stand, sondern an einen anderen, ihnen unbekannten Punkt. Es wurde mitgeteilt, dass ihr Gesundheitszustand gut sei.