Wer war am Tag des Mordes an Narin Güran im Haus? Mord geschah, während 3 Kinder spielten
Im Fall des Mordes an Narin Güran ist ein neues Detail ans Licht gekommen. Eingegrenzte HTS-Aufzeichnungen und Funkzellendaten belegen, dass sich zum Zeitpunkt des Mordes drei weitere Kinder im Haus aufhielten und der Mord geschah, während sie spielten. Der Mord wird weiterhin unter Berücksichtigung noch ungeklärter Fragen untersucht.
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Im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an der 8-jährigen Narin Güran, die am 21. August im Dorf Tavşantepe in Diyarbakır verschwand und deren Leiche am 8. September in einem Sack in einem Bachbett in der Nähe des Dorfes gefunden wurde, ist ein bemerkenswertes Detail aus den eingegrenzten HTS-Aufzeichnungen und Funkzellendaten bekannt geworden, die von einem durch die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır beauftragten dreiköpfigen Sachverständigengremium erstellt wurden.
Diesem Bericht zufolge wurden eingegrenzte HTS-Aufzeichnungen identifiziert, die belegen, dass Narins Mutter Yüksel, ihr Bruder Enes, ihr Onkel Salim Güran sowie der geständige Nevzat Bahtiyar, der das kleine Mädchen im Bach versteckte, am Tag und zur Uhrzeit des Mordes gemeinsam im Haus von Narin waren und sich nach ihrem Aufenthalt dort in der Umgebung des Hauses bewegten.
DREI WEITERE KINDER WAREN IM HAUS UND SPIELTEN MIT DEM TELEFON
Wie aus einem Bericht von Sözcü hervorgeht, zeigen diese als Punktortung bestimmten Signaldaten, dass sich nicht nur diese vier Personen im Haus von Narin aufhielten, sondern auch drei Kinder anwesend waren. Bei diesen handelte es sich um Narins Bruder Eren sowie ihre Cousinen Maide und Zelal Kaya.
Es wurde zudem festgestellt, dass diese drei Kinder zur Tatzeit im Haus waren und in einem Zimmer mit ihren Telefonen über eine Internetverbindung Spiele über die Anwendung Smart Player spielten. Diese Erkenntnis wurde in die Akte aufgenommen.
Die Anwesenheit der drei Kinder im Haus wirft Fragen auf: Wurde Narin im Haus getötet oder im direkt angrenzenden Stall? Oder wurde sie im Stall getötet, ins Haus gebracht, in eine Decke gewickelt und dann an Nevzat Bahtiyar übergeben? Diese Fragen harren noch immer einer Antwort.
Während die eingegrenzten HTS-Aufzeichnungen belegen, dass Mutter, Onkel, Bruder und Nevzat zur Tatzeit gemeinsam im Haus waren, stützen auch die Aussagen von Nevzat Bahtiyar diesen Sachverständigenbericht.
AUSSAGE GEGENÜBER PÄDAGOGEN: SIE SEI IN DIE MOSCHEE GEGANGEN UND NICHT ZURÜCKGEKEHRT
Bahtiyar hatte in seiner Aussage erklärt: „Salim rief mich zum Haus seines Bruders Arif. Als ich eintrat, waren alle Türen bis auf eine geschlossen. Ich habe niemanden im Haus gesehen. Salim rief mich in das Zimmer mit der offenen Tür. Narin lag am Boden und aus ihrem Mund kam eine schaumartige Flüssigkeit. Er sagte mir, er habe Narin getötet und bat mich um Hilfe, die Leiche zu verstecken. Dann wickelte er das Mädchen in eine Decke, die er mitgebracht hatte, und übergab sie mir. Ich nahm sie aus dem Haus, ging nach draußen, legte das Mädchen in der Nähe des Stalls in einen Sack und versteckte sie dann, wie von mir beabsichtigt, im Bach.“
Narins kleiner Bruder Eren, der laut den eingegrenzten HTS-Aufzeichnungen ebenfalls im Haus war, hatte in seiner in Anwesenheit eines Pädagogen aufgenommenen Aussage angegeben, dass Narin in die Moschee gegangen und danach nicht mehr nach Hause zurückgekehrt sei.