Wie wird der neue Papst bestimmt? Das Detail mit der Rauchfarbe
Der Vatikan gab bekannt, dass Papst Franziskus, das geistliche Oberhaupt der Katholiken, heute Morgen verstorben ist. Alle Augen richten sich nun auf den Wahlprozess für den neuen Papst, der nach seit Jahrhunderten unveränderten Regeln durchgeführt wird. Hier sind die Details...
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Der Vatikan gab bekannt, dass Papst Franziskus, das geistliche Oberhaupt der Katholiken und Staatsoberhaupt des Vatikans, heute Morgen um 07.35 Uhr Ortszeit verstorben ist.
In einer Videobotschaft erklärte Kardinal Kevin Farrell, der eine hochrangige Position im Vatikan innehat: „Meine lieben Brüder und Schwestern, ich muss euch mit tiefer Trauer den Tod unseres Heiligen Vaters Franziskus mitteilen.“
Der Tod von Papst Franziskus wirft die Frage auf, wie das neue geistliche Oberhaupt der katholischen Kirche bestimmt wird. Dieser Prozess, den die ganze Welt mit Spannung verfolgt, folgt strengen Regeln und tief verwurzelten Traditionen, die sich seit Jahrhunderten nicht verändert haben.
WIE WIRD DER PAPST GEWÄHLT?
Der Papst, die höchste Autorität der katholischen Welt, wird vom Kardinalskollegium gewählt. Die große Mehrheit der Kardinäle in diesem Kollegium besteht aus Bischöfen, die persönlich vom Papst ernannt wurden.
Allerdings dürfen nur Kardinäle an der Wahl teilnehmen, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Diese Regel gilt seit 1975.
Die Versammlung zur Bestimmung des neuen Papstes wird „Konklave“ genannt. Dieser Begriff, der vom lateinischen „cum clave“ (mit einem Schlüssel verschlossen) abgeleitet ist, beschreibt, dass sich die Kardinäle während des gesamten Wahlprozesses vollständig von der Außenwelt isoliert in der Sixtinischen Kapelle versammeln.
Während dieses Prozesses wohnen die Kardinäle in der Residenz Domus Sanctae Marthae innerhalb des Vatikans und haben keinerlei Kontakt zur Außenwelt.
DIE FARBE DES RAUCHS VERKÜNDET DAS ERGEBNIS
Während des Konklaves finden täglich vier geheime Abstimmungen statt. Nach jeder Abstimmung werden die Stimmzettel in einem speziellen Ofen verbrannt. Die Farbe des Rauchs teilt der Welt das Wahlergebnis mit:
Schwarzer Rauch bedeutet, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde.
Weißer Rauch verkündet, dass ein neuer Papst gewählt wurde.
Sobald der neue Papst gewählt ist, wird ihm die Frage gestellt: „Nehmen Sie Ihre kanonische Wahl zum Papst an?“ Wenn er zustimmt, wird er gefragt, welchen Namen er annehmen möchte. Nach diesem historischen Moment tritt er auf dem berühmten Balkon des Petersdoms mit den Worten „Habemus Papam“ (Wir haben einen Papst) vor das Volk. Das neue geistliche Oberhaupt hält dort seine erste Ansprache an das Volk und tritt offiziell sein Amt an.