Wurde zum Grab für 35 Menschen: Wo sind die flüchtigen Angeklagten des Ezgi-Apartment-Prozesses aufgetaucht?
Im Prozess um das Ezgi-Apartment, das beim Erdbeben einstürzte, weil tragende Säulen entfernt worden waren, wurde festgestellt, dass die flüchtigen Angeklagten, nach denen seit 521 Tagen gefahndet wird, nach Kahramanmaraş gekommen sind, um an einer Sitzung teilzunehmen. Es stellte sich heraus, dass die Konditoreibesitzer, denen bis zu 876 Jahre Haft drohen, an einer Vorstandssitzung am Firmensitz teilgenommen haben.
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Das Ezgi-Apartment im Bezirk Onikişubat, das bei den Erdbeben mit Zentrum in Kahramanmaraş einstürzte, weil angeblich tragende Säulen entfernt worden waren, wurde für 35 Menschen zum Grab.
Zu den Verantwortlichen für diese Katastrophe, bei der nur zwei Personen lebend aus den Trümmern gerettet werden konnten, zählten neben dem Bauunternehmer des Gebäudes auch die Besitzer der im Erdgeschoss ansässigen Kervan-Konditorei.
FLÜCHTIGE ANGEKLAGTE AM FIRMENSITZ AUFGETAUCHT!
Laut einem von Akademikern der Technischen Universität Karadeniz (KTÜ) erstellten Gutachten spielten die von den Konditoreibesitzern vorgenommenen Umbauten eine entscheidende Rolle beim Einsturz des Gebäudes.
In diesem Zusammenhang wurde gegen die Besitzer der Kervan-Konditorei, Sami Kervancıoğlu und Mustafa Pekel, Anklage wegen „Tötung und Körperverletzung mit bedingtem Vorsatz“ erhoben.
Für die Angeklagten wurde eine Freiheitsstrafe von bis zu 876 Jahren und 6 Monaten gefordert.
Es stellte sich jedoch heraus, dass Kervancıoğlu und Pekel, die seit 521 Tagen auf der Flucht sind, völlig unbehelligt nach Kahramanmaraş zurückgekehrt sind und eine Vorstandssitzung am Firmensitz abgehalten haben.
Es wurde festgestellt, dass die Sitzung am 17. Dezember 2024 vom flüchtigen Angeklagten Sami Kervancıoğlu geleitet wurde und Mustafa Pekel ebenfalls an dieser Sitzung teilnahm und Dokumente unterzeichnete.