Männliche Studenten im Gebze-KYK-Wohnheim in erdbebengefährdetem Gebäude dem Schicksal überlassen

Im Gebze-KYK-Wohnheim sind männliche Studenten in einem Gebäude untergebracht, das ein Erdbebenrisiko birgt. Etwa 900 Studenten kämpfen nun für den Umzug in ein sicheres Wohnheim. Die Vorwürfe bezüglich der beharrlichen Nutzung des riskanten Gebäudes sind erschütterend...

Mustafa Büyüksipahi

An der Technischen Universität Gebze sorgen sich Studenten um ihre Unterbringung in einem erdbebengefährdeten Wohnheim.

Die männlichen Studenten, die gezwungen sind, in dem riskanten Gebäude zu bleiben, reagieren empört darauf, dass ein neu errichtetes Wohnheim ausschließlich mit Studentinnen belegt wurde.

Als Alternative zu dem Wohnheim, das nach dem Marmara-Erdbeben von 1999 schwer beschädigt wurde und Platz für tausend Studenten bietet, wurde das Nilüfer-Hatun-KYK-Wohnheim errichtet.

Dieses Wohnheim wurde während der Auswahlphase 2024 auf verschiedenen offiziellen Konten, unter anderem von der Technischen Universität Gebze, als Wohnheim für '1000 Personen, männlich und weiblich' angekündigt.

Doch das als gemischtes Wohnheim angekündigte Nilüfer-Hatun-KYK-Wohnheim nahm den Betrieb als reines „Studentinnenwohnheim“ auf.

Die männlichen Studenten, die weiterhin in dem erdbebengefährdeten Gebäude verbleiben müssen, behaupten, dass verschiedene religiöse Gemeinschaften und Stiftungswohnheime in der Umgebung in den Prozess eingegriffen hätten. Sie vermuten, dass diese Gruppierungen, die ihre männlichen Bewohner nicht verlieren wollen, den Umzug der Studenten in das neue Wohnheim verhindern. Diese Behauptung wird von Studenten häufig in sozialen Medien und Foren geäußert; dabei wurde eines der religiösen Wohnheime namentlich als 'Hüdayi-Wohnheim' genannt.

Die Studenten, die im alten Wohnheim verbleiben, fühlen sich dem Erdbebenrisiko schutzlos ausgeliefert.

Das Gebze-Muallimköy-KYK-Wohnheim wurde vor dem Marmara-Erdbeben von 1999 erbaut. Das Ergebnis eines im Jahr 2018 durchgeführten Erdbebenbeständigkeitstests wurde der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt.

Das Gebäude, das bei dem Erdbeben im Marmarameer im Jahr 2019 mit einer Stärke von 4,2 beschädigt worden sein soll, dient weiterhin etwa 900 männlichen Studenten als Unterkunft.

Dass das neue Nilüfer-Hatun-KYK-Wohnheim, das 2024 als Wohnheim für '1000 Personen, männlich und weiblich' angekündigt wurde, ausschließlich Studentinnen zugewiesen wurde, stieß bei den männlichen Studenten auf heftige Kritik.

Dass die Behörden keine Erklärung zu dem beschädigten Gebäude abgeben und die männlichen Studenten gezwungen sind, dort weiterhin zu wohnen, hat sowohl die Studenten als auch ihre Familien beunruhigt.

Unterdessen besuchte der Provinzleiter des Ministeriums für Jugend und Sport in Kocaeli, Gökhan Yavaşer, das Wohnheim nach Protesten von rund 300 männlichen Studenten und hielt eine Konferenz ab. Die Studenten gaben jedoch an, dass Yavaşer auf ihre Fragen mit spöttischem Ton reagiert habe und keine zufriedenstellende Erklärung geliefert habe.

Während berichtet wird, dass das neue, den Studentinnen zugewiesene Wohnheim nur mit halber Kapazität arbeitet und die Arbeiten der zweiten Phase noch andauern, wird betont, dass das Unterbringungsproblem der männlichen Studenten gelöst werden muss.

Die Studenten haben sich mit dem Hashtag #gebzekykcanderdinde in den sozialen Medien an die Behörden gewandt, um ihr Recht auf eine gleichberechtigte und sichere Unterbringung einzufordern. Die besorgten Studenten erwarten von den Behörden ein transparenteres Vorgehen und eine baldige Antwort auf ihre Forderungen, um das Problem unverzüglich zu lösen.