Gedenkfeier für Mattia Ahmet Minguzzi
Auf dem Salı Pazarı in Kadıköy forderten Familie und Unterstützer bei einer Gedenkfeier zum ersten Jahrestag der Ermordung von Mattia Ahmet Minguzzi Gerechtigkeit. Bei der Veranstaltung, an der auch Angehörige und einige Politiker teilnahmen, wurde zudem der Prozessverlauf thematisiert.
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Es ist ein Jahr her, seit Mattia Ahmet Minguzzi am 24. Januar 2025 auf dem Kadıköy Salı Pazarı (Flohmarkt) bei einem Messerangriff verletzt wurde, während er dort mit Freunden einkaufen war. Der junge Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert und verstarb etwa 17 Tage später.
GEDENKFEIER AUF DEM SALIPAZARI ABGEHALTEN
An der Gedenkfeier, die am 23. Januar 2026 unter dem Motto „Treffen für Gerechtigkeit und Gewissen“ im Park neben dem Kadıköy Salıpazarı stattfand, nahmen neben der Familie Minguzzi auch zahlreiche Unterstützer teil. Mutter Yasemin Minguzzi und Vater Andre Minguzzi waren bei der Zeremonie anwesend und forderten am Ort der Ermordung ihres Sohnes erneut Gerechtigkeit.
Eine der bemerkenswerten Persönlichkeiten, die an der Zeremonie teilnahmen, war Dilek İmamoğlu, die Ehefrau des inhaftierten Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu.
PROZESSVERLAUF DAUERT AN
In dem nach dem Vorfall eingeleiteten Verfahren wurden die beiden inhaftierten Angeklagten (B.B. und U.B.) wegen „vorsätzlicher Tötung eines Kindes“ zu jeweils 24 Jahren Haft ohne Strafmilderung verurteilt. Die anderen beiden Angeklagten wurden freigesprochen.
Die 1. Strafkammer des Regionalgerichts Istanbul (Berufungsgericht) bestätigte am 22. Januar 2026 die vom erstinstanzlichen Gericht verhängten Haftstrafen von jeweils 24 Jahren als rechtmäßig. Auch die Freisprüche wurden bestätigt. Die Einsprüche der Familie und einiger öffentlicher Institutionen wurden zurückgewiesen. Die Akte befindet sich derzeit zur Prüfung beim Kassationshof (Yargıtay), der die endgültige Entscheidung treffen wird.