Gefahrenwarnung der AFAD für 3 Provinzen wegen Erdbeben in der Ägäis: Notfallsitzung einberufen
Aufgrund der seismischen Aktivitäten in der Ägäis ist die AFAD aktiv geworden. Für 3 Provinzen wurden Vorsorgemaßnahmen gegen das Risiko von Tsunamis und Vulkanausbrüchen getroffen. Ein aus Experten der MTA, der AFAD, des Meteorologischen Dienstes und des Kandilli-Observatoriums bestehendes Gremium wurde beauftragt, die Erdbeben auf der Insel Santorin genau zu verfolgen.
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Die in den letzten Tagen zunehmende seismische Aktivität in der Ägäis hat an den Westküsten der Türkei für Besorgnis gesorgt. Nach den Erdbeben auf und um die Insel Santorin hat die Katastrophenschutzbehörde (AFAD) auf mögliche Risiken reagiert. In einer unter dem Vorsitz des stellvertretenden Innenministers Münir Karaloğlu abgehaltenen Sitzung wurden die Erdbeben in der Region, das Risiko eines Vulkanausbruchs sowie die Tsunami-Gefahr erörtert.
Nach Angaben der AFAD ereigneten sich seit dem 28. Januar 2025 in der Region 761 Erdbeben mit einer Stärke von über 3,0. Das stärkste Beben wurde mit 5,2 Mw angegeben. Die Erdbeben ereigneten sich demnach 25 km nordöstlich der Insel Santorin in einer Tiefe von 5 bis 25 km.
Das der türkischen Küste am nächsten gelegene Beben wurde in einer Entfernung von 140 km registriert.
Während der Sitzung wurde die Möglichkeit bewertet, dass die seismische Aktivität in der Region zu einem Vulkanausbruch führen könnte. Es wurde daran erinnert, dass der nordöstlich von Santorin gelegene Kolumbo-Vulkan aktiv ist und der letzte Ausbruch im Jahr 1950 stattfand.
Die Lage der Insel Santorin, dem Zentrum der Erdbeben
WELCHE PROVINZEN SIND GEFÄHRDET?
Experten wiesen darauf hin, dass bei einem Vulkanausbruch feinkörnige Asche durch den Wind verfrachtet werden könnte und das Tsunami-Risiko bis zur türkischen Küste reichen könnte. Es wurde beschlossen, ein Expertengremium zu bilden, das die für die Türkei entstehenden Risiken anhand täglicher Berichte bewertet. Zudem wurden Vorsorgemaßnahmen für den Fall getroffen, dass ein mögliches schweres Erdbeben auf Santorin Auswirkungen auf Izmir, Aydın und Muğla haben könnte.
In Izmir, Aydın und Muğla wurden mobile Sirensysteme installiert. Zudem wurden Systeme vorbereitet, die im Notfall Warnungen per SMS an die Bürger senden können. Die AFAD teilte mit, dass sie die Entwicklungen über ihre Einheiten vor Ort genau verfolge und im Notfall sofort eingreifen werde.
Das Tsunami-Warnsystem des Kandilli-Observatoriums wurde mit dem Katastrophenmanagement- und Entscheidungsunterstützungssystem (AYDES) der AFAD integriert. Dadurch kann eine mögliche Tsunami-Warnung die Bevölkerung in der Region schnell erreichen.
Griechische Experten gaben an, bisher mehr als 1400 Erdbeben auf und um die Insel Santorin registriert zu haben
TSUNAMI- UND VULKANAUSBRUCHSRISIKO
Ab dem 10. Februar werden unter der Koordination der AFAD Informationsveranstaltungen in Muğla, Aydın und Izmir abgehalten. Zudem soll eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in Griechenland erfolgen. Die AFAD hat alle ihre Einheiten in der Region in Alarmbereitschaft versetzt; zudem wurden Personal und Ausrüstung aus unterstützenden Provinzen verstärkt. Alle Vorbereitungen für ein schnelles Eingreifen im Notfall sind abgeschlossen.
Es wurde ein Gremium gebildet, dem Experten der AFAD, der MTA, des Meteorologischen Dienstes und des Kandilli-Observatoriums angehören. Dieses Gremium wird die Entwicklungen in der Region kontinuierlich verfolgen. Der Meteorologische Dienst wird die Verteilung von vulkanischen Gasen und Asche in der Atmosphäre analysieren und tägliche Berichte erstellen.
Es wurde daran erinnert, dass sich 1956 in der Region ein Erdbeben der Stärke 7,5 Mw ereignete, das einen Tsunami auslöste. Auch in den Jahren 2011-2012 gab es ähnliche seismische Aktivitäten, jedoch kam es zu keinem Vulkanausbruch. Experten betonten, dass solche Aktivitäten kontinuierlich überwacht werden müssen.