Geheimnis nach 19 Jahren gelüftet: Eigener Vater als Mörder der Frau entlarvt
Die Gendarmerie hat den Fall der 29-jährigen Sultan Aydın, die 2007 in Eskişehir verschwand und später tot im Porsuk-Fluss gefunden wurde, neu aufgerollt und die Wahrheit ans Licht gebracht.
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Die Gendarmerie hat den Fall der 29-jährigen Sultan Aydın, deren lebloser Körper 2007 nach ihrem Verschwinden in Eskişehir mit gebrochenem Genick im Porsuk-Fluss gefunden wurde, neu aufgerollt und ist dabei auf eine erschütternde Wahrheit gestoßen. Infolge der akribischen Ermittlungen eines Spezialteams kam heraus, dass die unglückliche Frau von ihrem eigenen Vater, Süleyman Aydın, aufgrund von "Gerüchten" ermordet wurde.
Die Mordakte, die im Bezirk Beylikova in Eskişehir 19 Jahre lang als "ungeklärt" in den Regalen lag, wurde auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft Eskişehir wieder hervorgeholt. Das innerhalb des Provinzgendarmeriekommandos gegründete Spezialteam JASAT (Gendarmerie-Ermittlungsteam für Straftaten) untersuchte alle Hinweise und Zeugenaussagen aus der Vergangenheit von Grund auf neu.
GESTÄNDNIS DER SCHWESTERN LÖSTE DEN KNOTEN
Im Rahmen der neuen Ermittlungen zum Tod von Sultan Aydın, die als Saisonarbeiterin tätig war, wurden die Aussagen ihrer beiden Schwestern eingeholt. Die Geständnisse der Schwestern bei der Gendarmerie klärten das im Dunkeln gebliebene Verbrechen auf:
Gerücht über eine "Beziehung zum Sohn des Feldbesitzers": Die Schwestern berichteten in ihren Aussagen, dass Gerüchte über eine Beziehung von Sultan Aydın zum Sohn des Besitzers des Feldes, auf dem sie als Saisonarbeiterin arbeitete, aufgekommen seien und ihr Vater Süleyman Aydın daraufhin den Entschluss gefasst habe, sie hinzurichten.
Tatort gezeigt: Nach diesen Aussagen, die den Verlauf der Ermittlungen veränderten, zeigten die beiden Schwestern den Gendarmerieteams genau die Stelle, an der ihre Schwester von ihrem Vater ermordet wurde, und führten eine "Ortsbestimmung" durch.
JASAT BEWIES ES MIT BEWEISEN: TÄTER IDENTIFIZIERT
Ausgehend von den Aussagen der Schwestern analysierten die JASAT-Teams die geografischen Daten, Zeugenaussagen und gerichtsmedizinischen Berichte aus jener Zeit eingehend. Als Ergebnis der durchgeführten Untersuchungen und der gesammelten Beweise wurde zweifelsfrei festgestellt, dass Sultan Aydın tatsächlich von ihrem eigenen Vater Süleyman Aydın durch Genickbruch ermordet und anschließend in den Porsuk-Fluss geworfen wurde.
MÖRDERISCHER VATER ENTKAM DER GERECHTIGKEIT, ABER SAH KEIN GEFÄNGNIS
In dem nach 19 Jahren gelösten Ehrenmord kam die Wahrheit über den Hauptverdächtigen, der vor Gericht gestellt werden sollte, erst später ans Licht. Es wurde festgestellt, dass der Vater Süleyman Aydın, der seine Tochter grausam ermordet hatte, im Jahr 2022 verstorben ist.
Während erwartet wird, dass das Verfahren aufgrund des Todes des tatverdächtigen Vaters eingestellt wird, dauern die umfassenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, ob es weitere Verdächtige gibt, die zu der Tat angestiftet oder Beihilfe geleistet haben, vielseitig an.