Wichtige Warnung von Geologieingenieur Onalan: Verwerfungslinien, die seit 2.000 Jahren kein Erdbeben verursacht haben, haben ihre Zeit überschritten
Koray Çetin Onalan, Vorsitzender der TMMOB-Kammer der Geologieingenieure in Izmir, erklärte, dass die Zahl der aktiven Verwerfungslinien in der Türkei von 200 auf 500 gestiegen sei und dass Verwerfungen, die seit 2.000 Jahren kein Erdbeben mehr ausgelöst hätten, ihre Zeit überschritten hätten.
12punto
Koray Çetin Onalan, Vorsitzender der TMMOB-Kammer der Geologieingenieure in Izmir, gab eine wichtige Warnung heraus und erklärte, dass Verwerfungslinien in der Türkei, die seit 2.000 Jahren kein Erdbeben mehr verursacht haben, ihre Zeit überschritten hätten. Onalan wies darauf hin, dass die Zahl der aktiven Verwerfungslinien in der gesamten Türkei auf 500 gestiegen sei und dass Verwerfungen an Orten, an denen man sagte, es werde "kein Erdbeben geben", nun aktiv geworden seien und Erdbeben begonnen hätten.
Onalan betonte, dass das Golf-Erdbeben von 1999 einen wichtigen Wendepunkt für die Geowissenschaften und die Erforschung aktiver Verwerfungen darstelle, und wies darauf hin, dass die Türkei eine der weltweit bedeutendsten Regionen in Bezug auf aktive intrakontinentale Verwerfungen sei. Nach dem Erdbeben vom 6. Februar, bei dem Tausende Menschen ihr Leben verloren, sagte er, dass es in der gesamten Türkei fast 500 Verwerfungen gebe, die das Potenzial hätten, Erdbeben auszulösen.
Onalan betonte, dass bei der Planung von Siedlungsgebieten geologische Bedingungen berücksichtigt werden müssten, und erklärte, dass die junge Geografie der Türkei ihre Entstehung noch nicht abgeschlossen habe und Erdbeben weiterhin auftreten würden. Zudem betonte er, dass lokale Entscheidungsträger einen ernsthaften Willen zeigen müssten, um erdbebensichere Städte zu schaffen.
In seinen Warnungen bezüglich Erdbeben sagte Onalan: "Am 30. Oktober 2020 erlebten wir einen geistigen Blackout. Eine 70 Kilometer entfernte Verwerfung löste ein Beben aus, das in Bayraklı 117 unserer Mitbürger das Leben kostete. Das war eine Warnung für uns; in Izmir selbst gab es kein Erdbeben. Die Verwerfungen, die in Izmir ein Erdbeben auslösen könnten, sind noch nicht gebrochen, warten aber darauf. Als Kammer haben wir dem Parlament ein Verwerfungsgesetz vorgelegt. Wir müssen unbedingt die Infrastruktur dafür schaffen und Studien zu Städten durchführen, die auf aktiven Verwerfungslinien liegen", sagte er.
Onalan betonte, dass die Türkei ein Land mit Erdbebenrisiko sei und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ernsthaft angegangen werden müssten. Er forderte die Identifizierung sicherer Gebiete gegen Katastrophen und verlangte, dass lokale Entscheidungsträger so handeln, dass erdbebensichere Städte entstehen.