Gerechtigkeitsfahrt für Oğuz Murat Aci: 'Sie haben keinen Ort, an den sie fliehen können'
In Eyüpsultan versammelten sich Motorradfahrer zu einer Gerechtigkeitsfahrt für Oğuz Murat Aci, der bei einem Unfall ums Leben kam, in den der 17-jährige Sohn der Autorin Eylem Tok verwickelt war. Die Motorradfahrer gaben zunächst eine Erklärung vor dem Haus der Autorin Eylem Tok ab.
İHA
In Eyüpsultan kam der 29-jährige Oğuz Murat Aci am 1. März 2024 bei einem Verkehrsunfall ums Leben, in den der 17-jährige Sohn der Autorin Eylem Tok, T.C., verwickelt war.
Während die Ermittlungen zur Flucht von Mutter und Sohn in die USA andauern, führten zahlreiche Motorradfahrer, die sich für Aci zusammengefunden hatten, eine Gerechtigkeitsfahrt durch.
Die unter der Führung des Türkiye Kızılelma Motosiklet Kulübü versammelten Motorradfahrer gaben zunächst eine Erklärung vor dem Haus der Autorin Eylem Tok ab. Anschließend begaben sie sich zum Unfallort und legten Nelken nieder. Zum Abschluss besuchte die Gruppe das Grab von Aci, las aus dem Koran und sprach Gebete.
"ICH WERDE DIESEN FALL NICHT AUFGEBEN, BIS SIE SICH STELLEN"
Özer Aci, der Vater des verstorbenen Oğuz Murat Aci, äußerte sich wie folgt:
"Ich werde diesen Fall nicht aufgeben. Ich bin mir sicher, dass dies immer weiter wachsen wird, bis sie sich stellen. Sie sollen sich so schnell wie möglich der Justiz stellen. Wir fordern Recht, wir fordern Gesetz, wir fordern Gerechtigkeit. Sie sollen unsere Stimme hören, sie werden sie letztendlich hören, sie haben keinen Ort, an den sie fliehen können. Anstatt mit Handschellen zu kommen, sollen sie selbst in ein Flugzeug steigen und sich der Justiz stellen. Ich weiß nicht, warum Ayşe Ceren S. festgenommen wurde, und ich weiß auch nicht, warum sie wieder freigelassen wurde. Schließlich ist sie auch nur eine Angestellte. Ich kenne die Beziehung zwischen ihnen nicht, aber die falsche Person wurde festgenommen und zum falschen Zeitpunkt wieder freigelassen. Sie haben bisher keinen Kontakt zu mir aufgenommen. Am dritten Tag nach dem Unfall hatte ich mit dem Vater Bülent Cihantimur gesprochen. Das habe ich vor der Presse nie verheimlicht. Am 15. Tag, nachdem er bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt hatte, sagte er: 'Ich stehe an der Seite der trauernden Familie'. Heute ist der 52. Tag, er war nicht an unserer Seite, und das soll er nach dieser Zeit auch nicht mehr sein."