Gespräche für Waffenruhe in Doha begonnen: Hamas nimmt nicht teil

Auf Initiative der USA, Katars und Ägyptens haben in Doha Waffenstillstandsgespräche begonnen, um das israelische Blutvergießen in Gaza zu beenden. Die Hamas nimmt jedoch nicht an den Verhandlungen teil.

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Unter Vermittlung der USA, Ägyptens und Katars haben in Doha die Gespräche für eine Waffenruhe in Gaza begonnen.

Es wird erwartet, dass sich auch der Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad für diese neue Verhandlungsrunde seinen US-amerikanischen und ägyptischen Amtskollegen sowie dem katarischen Premierminister anschließt.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses, John Kirby, sagte in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN: "Die USA rufen alle Parteien an den Verhandlungstisch, um einen Waffenstillstand in Gaza zu erreichen."

Die Hamas, eine der Konfliktparteien, ist nicht am Verhandlungstisch vertreten.

Die Bedingung der Hamas für eine Teilnahme war, die Verhandlungen auf der Grundlage des Waffenstillstandsabkommens fortzusetzen, das von US-Präsident Joe Biden vorgelegt und vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angenommen wurde.

Ein hochrangiger Hamas-Vertreter beschuldigte Israel, die Waffenstillstandsgespräche zu nutzen, um den Krieg in Gaza in die Länge zu ziehen. Das israelische Büro des Premierministers hatte zuvor erklärt, an den Verhandlungen teilzunehmen.

ERKLÄRUNG AUS DEM WEISSEN HAUS

Es wurde mitgeteilt, dass die Regierung in Washington durch den Direktor des amerikanischen Geheimdienstes CIA, William Burns, und den Nahost-Gesandten Brett McGurk vertreten wird.

Die Erwartung der amerikanischen Regierung ist, dass ein möglicher Waffenstillstand in Gaza eine militärische Vergeltungsmaßnahme des Iran gegen Israel verhindern könnte.

Drei iranische Beamte bestätigten gegenüber Reuters, dass dies der Fall sei.

Die israelische Delegation umfasst den Chef des israelischen Geheimdienstes, David Barnea, sowie den Leiter des Inlandsgeheimdienstes, Ronen Bar.

Die Hamas wirft Tel Aviv vor, dem Waffenstillstandstext, den US-Präsident Biden vorgelegt hatte und auf den man sich zuvor geeinigt hatte, neue Bedingungen hinzuzufügen.

Nach Ansicht von Premierminister Benjamin Netanjahu ist die Situation genau umgekehrt. Zudem sieht Netanjahu den neuen Hamas-Anführer Yahya Sinwar als eines der größten Hindernisse für eine Waffenruhe.