Gesundheitswarnung für Hadsch-Anwärter
Prof. Dr. Mehmet Rıdvan Yalçın, Chefarzt des Diyanet-Krankenhauses in Mekka, erklärte auf der digitalen Plattform des Präsidiums für Religionsangelegenheiten (Diyanet), dass Hadsch-Anwärter gut vorbereitet sein müssten, um die Pilgerreise erfolgreich absolvieren zu können.
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Yalçın empfahl den Pilgern, sich körperlich durch "Spaziergänge" vorzubereiten, und betonte, wie wichtig es sei, die benötigten Medikamente mitzuführen und sich vorab einer Gesundheitsuntersuchung zu unterziehen.
Prof. Dr. Yalçın wies darauf hin, dass Behandlungen wie Chemotherapien oder ähnliche medizinische Anwendungen für chronische Krankheiten in Mekka und Medina nicht durchgeführt werden könnten und man sich diesbezüglich vorab mit einem Arzt beraten müsse.
Er betonte, dass obligatorische Impfungen unbedingt durchgeführt werden müssten, und empfahl Personen über 65 Jahren sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen, sich zudem gegen Grippe und Lungenentzündung impfen zu lassen.
Yalçın erinnerte daran, dass Medikamente, die hitzeempfindlich sind, wie etwa Insulin, in einer Kühlkette transportiert werden müssen. Er fügte hinzu: "Sollten Ihre Medikamente zur Neige gehen oder aus irgendeinem Grund fehlen, stellen wir diese kostenlos zur Verfügung, wenn Sie sich an das Diyanet-Krankenhaus wenden. Natürlich ist das Ergebnis nicht optimal, wenn jeder darauf angewiesen ist. Daher empfehle ich Ihnen, so viele Medikamente wie möglich selbst mitzubringen."
Neben den regelmäßig einzunehmenden Medikamenten empfahl Yalçın, ein Schmerzmittel auf Paracetamol-Basis, eine Wundschutzcreme sowie eine antibiotische Salbe mitzuführen. Zudem riet er dazu, in Mekka und Medina in Menschenmengen Masken zu tragen, auf Hygiene zu achten und ausreichend Wasser zu trinken.
"EINE GELEGENHEIT, SICH VON SCHLECHTEN GEWOHNHEITEN ZU BEFREIEN"
Yalçın bat die Hadsch-Anwärter, vorsichtig beim Gebrauch von Klimaanlagen zu sein, und unterstrich, dass ein Gleichgewicht zwischen der Ausübung der Gottesdienste und der eigenen Gesundheit gewahrt werden müsse. Yalçın führte weiter aus:
"Nehmen Sie sich unbedingt Zeit für Ruhepausen. Versuchen Sie nicht, ständig in Eile zu beten. Natürlich werden Sie die obligatorischen Gottesdienste (Fard) gewissenhaft verrichten, aber bei den darüber hinausgehenden Gebeten sollten Sie unbedingt auf Ihren Körper hören. Besonders diejenigen, die vorher keinen Sport getrieben haben und sich dort intensiver körperlicher Belastung aussetzen, bekommen häufig Gelenk- und Muskelbeschwerden. Dies erschwert dann die Durchführung der späteren Pflichtgottesdienste. Priorisieren Sie daher die Pflichtgottesdienste und führen Sie diese ohne Überanstrengung aus."
Yalçın erklärte, dass bei Anzeichen wie vermindertem Schwitzen, trockener Haut oder Bewusstseinsveränderungen während der Pilgerreise sofort ein kühler Ort aufgesucht und reichlich Wasser getrunken werden müsse.
Yalçın wies darauf hin, dass die Hadsch eine Gelegenheit sei, sich von schlechten Gewohnheiten zu befreien, und betonte, dass dies eine gute Chance sei, mit dem Rauchen aufzuhören.