Giftige und krebserregende Stoffe in aus der Türkei exportierten Pistazien und getrockneten Feigen entdeckt! Schweden und Frankreich schickten Ware zurück

In getrockneten Feigen und Pistazien, die aus der Türkei nach Frankreich und Schweden exportiert wurden, wurde Aflatoxin B1, die giftigste Form von Aflatoxin, nachgewiesen.

12punto

Das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) der Europäischen Union hat bekannt gegeben, dass in getrockneten Feigen und Pistazien, die aus der Türkei nach Frankreich und Schweden exportiert wurden, der für die menschliche Gesundheit schädliche Stoff "Aflatoxin B1" festgestellt wurde.

KRITISCHE AFLATOXIN-WERTE IN GETROCKNETEN FEIGEN

Laut der RASFF-Meldung vom 23. Dezember wurde bei getrockneten Feigen, die aus der Türkei nach Frankreich exportiert wurden, ein Aflatoxin B1-Gehalt von 131 ± 40 µg/kg gemessen, während der maximal zulässige Grenzwert bei 6,0 µg/kg liegt. Zudem überschritt die Gesamtmenge an Aflatoxin den Grenzwert von 10,0 µg/kg und erreichte einen Wert von 199 ± 44 µg/kg. Daraufhin intervenierte Frankreich mit einer ernsten Warnung und beschlagnahmte die Produkte.

PROBLEME AUCH BEI PISTAZIEN

Eine ähnliche Situation wurde in Schweden festgestellt. Gemäß der RASFF-Meldung mit der Nummer 734683 wurde bei aus der Türkei importierten Pistazien ein Aflatoxin B1-Gehalt von 56,0 ± 18 µg/kg festgestellt, während der maximal zulässige Grenzwert bei 8 µg/kg liegt. Auch die schwedischen Behörden beschlagnahmten diese Produkte mit einer ernsten Warnung.

DIE GEFAHR VON AFLATOXIN B1

Aflatoxine sind durch Schimmelpilze verursachte Toxine, die insbesondere für ihre krebserregende Wirkung bekannt sind. Aflatoxin B1 gilt als die gefährlichste Art dieser Gruppe; es birgt nicht nur ein Krebsrisiko, sondern kann auch die genetische Struktur verändern.

ANZAHL DER RETOURNIERTEN PRODUKTE STEIGT

In jüngster Zeit ist ein Anstieg bei der Anzahl der aus der Türkei exportierten Produkte zu beobachten, denen aufgrund von Pestizidrückständen oder Aflatoxin-Belastungen die Einfuhr in europäische Länder verweigert wurde. Dies verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit einer strengeren Überwachung der Lebensmittelsicherheitsstandards.