Glücksspiel führt bei Sperrbeschlüssen der BTK: Beschwerden nehmen massiv zu
Der Tätigkeitsbericht 2025 der türkischen Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) verdeutlicht die digitale Blockade gegen Katalogstraftaten im Internet sowie die steigende Zahl an Nutzerbeschwerden. Während 61,51 Prozent der von der Behörde verhängten Zugangssperren auf den Straftatbestand der „Bereitstellung von Ort und Möglichkeiten für Glücksspiel“ entfielen, stiegen die Beschwerden der Nutzer über Dienstleister im Vergleich zum Vorjahr um 43,74 Prozent.
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Die Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) hat ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Den Daten des Berichts zufolge belegten Glücksspiel und Obszönität die ersten beiden Plätze bei den Zugangssperren, die gegen im Internet begangene Katalogstraftaten verhängt wurden. 99,88 Prozent der von der BTK gegen digitale Straftatbestände erlassenen Sperrbeschlüsse betrafen sexuellen Missbrauch von Kindern, Prostitution, Obszönität, illegale Wetten und Glücksspiel. In diesem Rahmen war der Straftatbestand der Bereitstellung von Ort und Möglichkeiten für Glücksspiel mit einem Anteil von 61,51 Prozent der mit Abstand häufigste Grund für Zugangssperren. Auf das Glücksspiel folgten Obszönität mit 25,43 Prozent und Prostitution mit 11,35 Prozent. Unter den weiteren Internetstraftaten entfielen 0,94 Prozent auf illegale Wetten, 0,65 Prozent auf sexuellen Missbrauch von Kindern, 0,07 Prozent auf Betäubungsmittel und 0,03 Prozent auf die Bereitstellung gesundheitsgefährdender Substanzen, während Straftaten gegen Atatürk sowie Fälle von Anstiftung zum Suizid mit jeweils 0,01 Prozent am Ende der Liste standen.
NUTZERBESCHWERDEN IN EINEM JAHR UM 43 PROZENT GESTIEGEN
Der Bericht der BTK legte nicht nur die Zugangssperren offen, sondern auch den rasanten Anstieg der Probleme, die Bürger mit digitalen und logistischen Dienstleistern haben. Die Gesamtzahl der im Jahr 2025 bei der Behörde eingegangenen Beschwerden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 43,74 Prozent auf 279.276. Mit insgesamt 125.243 Beschwerden waren Internetdienstanbieter der Bereich, aus dem Nutzer die meisten Probleme meldeten, während GSM-Betreiber mit 120.705 Beschwerden knapp dahinter auf dem zweiten Platz landeten. Auf diese beiden großen Sektoren folgten Satellitenplattformen mit 13.522 Beschwerden, Festnetztelefondienste mit 10.887 Beschwerden und der Post- und Kuriersektor mit 8.919 Beschwerden.
Zu den Themen, bei denen Bürger am häufigsten Missstände meldeten, gehörten im GSM-Sektor vor allem Verträge, Vertragsstrafen und Kündigungsgebühren. Bei Internetdienstanbietern wurden Verbindungsprobleme und Servicequalität, bei Satellitenplattformen Abrechnungsfehler, bei Festnetztelefonen Abonnementprozesse und im Kuriersektor die Leistung von Filialen und Personal als die am häufigsten beanstandeten Punkte registriert.